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Wingsuit: Adrenalin bei jedem Sprung

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Wingsuit: Adrenalin bei jedem Sprung

11.04.2012, 14:12 Uhr | mk (CF)

Schon mal vom Fliegen geträumt? Mit dem Wingsuit muss das kein Traum mehr bleiben. Der Flügelanzug macht es erfahrenen Fallschirmspringern möglich, sich zumindest für wenige Minuten frei wie ein Vogel zu fühlen.

Nicht von ungefähr nennen sich die Wingsuit-Flieger auch "Birdmen", also "Vogelmenschen". Angelehnt ist diese Selbstbezeichnung an den ersten im freien Handel erhältlichen Flügelanzug: Seit 1999 ist der sogenannte "BirdMan" auf dem Markt, den der Finne Jari Kuosma gemeinsam mit dem Kroaten Robert Pecnik entwickelt hat. Auf den ersten Blick erinnert der Wingsuit an ein Flughörnchen: Mit ausgestreckten Armen und Beinen wird klar, warum: Eine Art Flughaut bremst den Fall aus mehreren Tausend Meter Höhe ab und ermöglicht es den Springern so, einige Minuten zu fliegen – abhängig davon, aus welcher Höhe sie aus dem Flugzeug springen, können sie gewaltige Strecken zurücklegen. So gelang es einem Wingsuit-Profi aus 13 Kilometern Höhe die Straße von Gibraltar zu überqueren, und legte dabei eine Strecke von über 20 Kilometern zurück. Der Trick an der Sache ist, dass sich die Fallgeschwindigkeit auf bis zu 40 Stundenkilometer abbremsen lässt, und beim Fliegen Geschwindigkeiten von bis zu 280 Kilometern pro Stunde in der Vertikalen erreicht werden. Nur die Landung lässt sich bisher nach wie vor nur mit einem Fallschirm realisieren. Spätestens 700 Meter über der Erdoberfläche ist Schluss mit Fliegen. Das heißt: Reißleine ziehen und die letzten Meter mit dem Schirm zurücklegen.

Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit selbst, heißt es so oft. Und tatsächlich waren Kuosma und Pecnik nicht die Ersten, die diesen Traum mithilfe ihres Wingsuits in die Realität umsetzen wollten. Bereits seit den 1930er-Jahren versuchten Menschen, sich den Traum vom Fliegen zu erfüllen – die meisten von ihnen mussten dafür mit dem Leben bezahlen. Mit meist starren Flügelkonstruktionen scheiterten sie zum einen bei dem Versuch, direkt damit zu landen. Die weniger Waghalsigen hatten trotzdem nicht viel mehr Glück, da sich die Flügel all zu oft mit dem Fallschirm verwickelten, was unweigerlich zum tödlichen Absturz führte. Einer der Letzten, der beim Fliegen mit einem Wingsuit tödlich verunglückte, war der Franzose Patrick de Gayardon in der Mitte der 1990er-Jahre, ehe 1999 der erste "BirdMan"-Anzug auf dem Markt kam. Um mit einem Wingsuit das Gefühl vom freien Fliegen zu erfahren, springt man übrigens nicht ausschließlich aus einem Flugzeug: Beim sogenannten Wingsuit Basejumping springen Sie von steilen Bergwänden: Profis fliegen anschließend unmittelbar an scharfkantigen Hängen vorbei, um den ultimativen Adrenalin-Kick zu bekommen. Aufgrund des hohen Risikos benötigen sie in Deutschland für jeden Sprung eine Genehmigung.

Wingsuit fliegen: Geld und Erfahrung sind wichtige Voraussetzungen

Wer sich trotz des Risikos selber einmal den Traum vom Fliegen erfüllen will, muss sich auf einige Hürden gefasst machen. Allein für einen perfekt sitzenden Wingsuit müssen Sie mit Kosten von rund 10.000 Euro rechnen. Doch auch wer das Geld auf der hohen Kante hat, muss vor seinem ersten Flug seine Erfahrungen im Fallschirmspringen unter Beweis stellen: Mindestens 300 normale Fallschirmsprünge müssen es schon sein, ehe Sie sich einen Wingsuit anlegen dürfen. Und selbst dann braucht es noch einige Praxisübungen unter professioneller Anleitung. Schließlich ist das Fliegen auf diese Weise alles andere als einfach: Schon auf die kleinsten Bewegungen reagiert der Wingsuit hochempfindlich. Wenn Sie einen Arm anlegen, drehen Sie sich um die eigene Achse, ziehen Sie beide Arme an und breiten die Beine aus, geht es direkt in den Sturzflug. Wer hier die Kontrolle verliert, kommt unter Umständen nicht heil unten an. Wer den Dreh aber einmal raus hat, kann sich dem Adrenalin-Kick oft nicht mehr entziehen. Einige Wingsuit-Flieger stürzen sich an einem Tag daher gleich mehrere Male hintereinander in die Tiefe: Fallschirm zusammenfalten und auf zum nächsten Sprung – solange das Adrenalin reicht.

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