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Canicross: Tierischer Laufsport

Canicross: Tierischer Laufsport

10.05.2012, 13:49 Uhr | df (CF)

Joggen ist Ihnen zu langweilig? Dann sind Sie wohl noch nicht auf den Hund gekommen. Beim Canicross sind Sie nämlich als Duo auf sechs Beinen unterwegs, sodass sich der innere Schweinehund bei diesem Laufsport viel leichter überwinden lässt.

Es heißt ja so oft, dass Laufsport so unglaublich praktisch sei, da man ihn immer und überall ausüben kann. Alles was man braucht, sind gute Schuhe und passende Kleidung. Beim Canicross müssen Sie das Equipment noch ein wenig erweitern, und zwar um einen Hund. Die Größe fast egal, Hauptsache er kann mit Ihnen Schritt halten. Zugegeben, wenn man selbst kein Herrchen ist, lässt sich so ein Vierbeiner nicht so leicht auftreiben, aber vielleicht fragen Sie ja einfach Ihren Nachbarn, ob er Ihnen seinen leihweise überlässt – ist ja schließlich auch gut für dessen Fitness, und das Gassigehen erledigen Sie so ja gleich mit. Sofern für einen kurzen Stopp, um das Beinchen zu heben, die Zeit bleibt. Schließlich geht es beim Canicross wie so oft auch um Schnelligkeit. Ziel bei diesem Laufsport ist es nämlich, als Erster mit allen sechs Beinen die Ziellinie zu überqueren – zumindest dann, wenn Sie an einem offiziellen Wettkampf teilnehmen. Und diese sind in Europa recht weit verbreitet. Der Ursprung des Canicross liegt im französischsprachigen Raum und wurde von französischen Veterinären ins Leben gerufen – bereits in den 1980er-Jahren fanden die ersten Veranstaltungen dieses tierischen Laufsports statt.

Das Prinzip beim Canicross ist einfach: Als Läufer legen Sie sich einen Gurt um, Ihr Hund bekommt ein Hundegeschirr angelegt, ähnlich wie beim Hundeschlittenrennen. Fehlt nur noch das ausnahmsweise mal nicht unsichtbare Band, das Sie verbindet – eine Leine. Diese ist maximal zwei Meter lang. Für den Fall, dass der Vierbeiner einmal in Panik geraten sollte, muss die Leine über einen sogenannten Panikhaken verfügen. Dreht der Hund wider Erwarten einmal durch, oder stürzen Sie, lassen sich die Bande ganz einfach trennen und jeder geht wieder seiner eigenen Wege. Es bleibt natürlich zu hoffen, dass dieser Fall nicht eintritt, denn ansonsten sieht es schlecht aus mit einem Sieg beim Canicross, müssen Sie doch erst mal den Hund wieder einfangen oder Ihre Verletzungen versorgen. Doch selbst, wenn diesbezüglich alles glattgeht, ist dieser Laufsport alles andere als eine leichte Übung – weder für Sie noch für den Hund. Zunächst müssen Sie dem gut erzogenen Vierbeiner nämlich beibringen, dass er ausnahmsweise mal nicht bei Fuß zu gehen hat. Stattdessen soll er an der Leine ziehen, und Sie damit gleich mit. So erhöhen Sie die Geschwindigkeit erheblich. Außerdem ist diese Fortbewegungsmethode auch dem Regelwerk geschuldet: Sie dürfen Ihr "Zugpferd" nämlich niemals überholen, es muss immer vor Ihnen laufen.

Canicross: Wenn die Bande enger werden

Überlegen Sie sich also gut, welche Rasse Sie beim Canicross vor sich spannen. Hier gibt es zwar keine generellen Vorgaben, aber ist der Hund kräftiger als Sie, kann es leicht zu Stürzen kommen. Ist der Hund zu klein, kann es hingegen schnell passieren, dass ihm vor Ihnen die Puste ausgeht. Grundvoraussetzung ist ein Mindestalter von einem Jahr und ein Stockmaß von 45 Zentimetern – womit natürlich der Hund gemeint ist. Gutes Training ist bei diesem Laufsport, der übrigens nicht auf der Straße, sondern im Gelände ausgeübt wird, auf jeden Fall Pflicht. Wer stets einen kleinen Leckerbissen dabei hat, um seinen vierbeinigen Freund zu belohnen, wenn er sich gut beim Training anstellt, wird bald merken, dass die Bande zwischen Ihnen auch ohne Leine bald enger werden. Wenn es sich dabei um einen fremden Hund handelt, sollten Sie jedoch darauf achtgeben, dass Sie ihn nicht seinem eigentlichen Herrchen oder Frauchen ausspannen, denn das könnte zu zwischenmenschlichen beziehungsweise -tierischen Komplikationen führen. Im Jahr 2002 wurde im italienischen Ravenna übrigens die erste Weltmeisterschaft im Canicross veranstaltet. Die sportlichen Ziele können Sie bei diesem Laufsport also gar nicht hoch genug stecken.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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