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NitrOlympX: Highspeed-Kultveranstaltung

NitrOlympX: Highspeed-Kultveranstaltung

31.05.2012, 13:36 Uhr | aw (CF)

Alljährlich im August wird wieder so richtig Gas gegeben. Auf dem Hockenheim Ring steigt die NitrOlympX, das größte Dragster-Rennen außerhalb der USA. Das ist Superlative pur: Der Motorsport setzt mehr Kräfte frei als der Start einer Rakete.

Wer Motorsport liebt, wird die NitrOlympX vergöttern. Denn bei keiner anderen Motorsportveranstaltung wird so konsequent der Geschwindigkeit und der Beschleunigung gehuldigt wie beim Drag Racing. Die Fahrzeuge erreichen hier eine Beschleunigung von null auf Hundert in einer Sekunde und Spitzengeschwindigkeiten von 500 Kilometern pro Stunde. Dabei wirken Kräfte von 6g auf die Piloten. Falls Ihnen das nichts sagt: Ein g bezeichnet die Belastung eines Körpers durch Beschleunigung, und 1g entspricht der normalen Erdbeschleunigung. Als Astronaut muss man bei einem Raketenstart nur 4g aushalten, als Kampfpilot ist man dagegen bis zu 10g ausgesetzt, wobei 14g schon tödlich sein können. Also besser nicht bei der Detonation einer Atombombe auf der Hülle sitzen und die vollen 10 hoch 11 g abkriegen. Doch ganz so schlimm geht es bei den NitrOlympX natürlich nicht ab, auch wenn die Piloten wirklich ihr Menschenmögliches dafür tun. So viel Geschwindigkeit hat natürlich ihren Preis: So gibt es bei den Rennen keine Kurven und die Rennstrecke ist klassischerweise einfach eine viertel Meile, also 400 Meter, geradeaus. Und ehe man sich versieht, werden auch schon die Bremsfallschirme gezündet und das Spektakel ist vorbei. Wer einmal überholt, hat bei der Kürze der Distanz schon gewonnen.

Übrigens hat das Drag Racing tatsächlich eine gewisse militärische Vergangenheit. Angefangen hat zwar alles mit den legendären Halbstarken und ihren illegalen Straßenrennen, wie sie in Filmen wie "...denn sie wissen nicht, was sie tun" oder "American Graffiti" verewigt wurden, doch bald schon tauschte man die Rennstrecken aus. Wozu sich mit einem meist doch zu kurzen, geraden Abschnitt in der Stadt oder auf den Landstraßen begnügen, wenn man auch auf ausgetrockneten Salzseen oder Landebahnen stillgelegter Militärflughäfen brettern kann? Wobei auch nicht jeder Flughafen stillgelegt gewesen sein muss: Der neue Motorsport fand eben sehr viele Fans unter (ehemaligen) Soldaten beziehungsweise unter den amerikanischen Besatzungssoldaten in Deutschland. Schon damals begannen die Fahrer, alles Überflüssige von ihren Autos abzumontieren und ihre Gefährte zu tunen. So werden in der Top-Fuel-Klasse nicht normale Kraftstoffe verwendet, sondern Mischungen, die auch Lachgas, Methanol und eben Nitro, den Namensgeber der NitrOlympX, enthalten. So viel Kraft ist natürlich nicht ungefährlich: 2008 raste Scott Kalitta spektakulär in New Jersey, wo er einst sein erstes Rennen gewonnen hatte, in den Tod, weil die Bremsen versagten. Doch das ist eben der Preis dieses Motorsports.

Die NitrOlympX - ein Fest des Motorsports

Die NitrOlympX finden 2012 vom 10. bis zum 12. August im Hockenheimring statt. Tickets kosten zwischen 50 und 150 Euro, je nachdem, ob Sie alles sehen wollen oder nur Start oder Ziel. Neben den eigentlichen Rennen, die übrigens im K.O.-Modus ausgetragen werden, gibt es auch ein umfangreiches Showprogramm. Dabei muss aber unbedingt hinzugefügt werden, dass die Autos selber mit ihren Feuersäulen aus den Auspüffen und dem hochgebauten Heck schon an sich spektakulär genug sind. Doch nichtsdestotrotz hat sich die Saturday Night als festes Rahmenprogramm etabliert. Dabei gibt es eine Scheinwerfershow und einen Burnout Contest, bei dem die Zuschauer erfahren, welche Maschine am meisten Feuer spuckt. Doch am schönsten ist das Feuer natürlich im Himmel – und so fehlt auch bei der Nightshow das Feuerwerk nicht. Ebenso wenig wie Würstchen und Bier für das leibliche Wohl. Wer es rustikal und naturnah mag, meidet das Hotel und steuert den Campingplatz an. Insofern sollte einem ausgefüllten Motorsport-Wochenende für die ganze Familie nichts im Wege stehen. Also: Fasten your seat belt and ready, steady, go!

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