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Headis: Tischtennis mit Köpfchen

Headis: Tischtennis mit Köpfchen

13.07.2012, 08:25 Uhr | fs (CF)

Headis haben ausnahmsweise weder die Schweizer oder die Finnen noch die Briten erfunden. Die Sportart, die eine Mischung aus Tischtennis und Fußball ist, erblickte in einem Freibad im beschaulichen Kaiserslautern das Licht der Welt.

Kennt man aus Kaiserslautern doch eigentlich eher die "Roten Teufel" des Fußballclubs 1. FCK, hat sich nun auch die "Rote Stirn" einen Namen gemacht: Der Headis-Verein gehört zu den ersten seiner Art in Deutschland. Den Anfang machte aber "Headis United Saarbrücken e.V." im Jahr 2007. Hier nämlich studierten die Sportstudenten, die 2006 auf die Idee kamen, eine Tischtennisplatte mit Fußball und Kopf zu bespielen. Seither hat sich die Sportart in Deutschland erfolgreich durchgesetzt und ist Teil vieler Hochschulsportprogramme. Der Name Headis setzt sich aus dem englischen "Head" für Kopf und Tennis zusammen. Die Regeln orientieren sich hingegen sehr stark am Tischtennis. Es geht darum einen Ball so in das gegnerische Feld zu spielen, dass der Gegner keine Chance mehr hat, diesen zurückzuspielen. Statt eines Schlägers kommt allerdings der Kopf zum Einsatz. Als Ball diente anfangs noch ein Fußball, der sich jedoch schnell als zu schwer für eine schnelle Headis-Partie herausstellte. Stattdessen wurde ein ganz spezieller Headis-Ball entwickelt, der nur wenig großer ist als ein Handball und bloß 100 Gramm wiegt. Das ist etwa ein Viertel des Gewichts eines Fußballs. >>

Der Vorteil: Es gibt keine platt gedrückten Nasen und er springt sehr viel besser als sein schwerer Verwandter für den Einsatz am Fuß.
Dennoch ist der Ball natürlich schwerer als ein Tischtennisball, weshalb es bestimmte Vorkehrungen an der Tischtennisplatte geben muss: Sie können das Netz entweder durch ein spezielles Headis-Netz stabilisieren, damit es durch das Gewicht nicht nach unten gedrückt wird, oder Sie spielen gleich an einer Steinplatte, die in der Regel mit einem Metallnetz ausgestattet ist. Und dann kann es auch schon losgehen: Der Ball muss bei der Angabe zunächst die eigene und dann die gegnerische Spielhälfte berühren, anschließend ist es aber auch erlaubt, den Ball volley zu spielen. Und hier wird es besonders spannend. So kommt es immer wieder vor, dass sich Headis-Spieler mit dem Kopf voran auf die Tischtennisplatte werfen, um den Gegner mit einem "Volleykopf" in Bedrängnis zu bringen. Es ist also ausdrücklich erlaubt, die Tischtennisplatte zu berühren. Das macht es nicht zuletzt auch Anfängern leichter, Headis zu erlernen: So können Sie nämlich leichter einschätzen, wie weit Ihr Kopf noch von der Platte entfernt ist – schmerzhafte Aufsetzer auf der Platte sind daher eher selten. Die Tricks, den Gegner auszuspielen, sind denen beim Tischtennis sehr ähnlich, nur dass der Bewegungsablauf anfangs natürlich etwas ungewohnt ist.

Professionell und mit hohem Spaßfaktor

Gewonnen hat, wer zuerst zwei Gewinnsätze für sich entscheidet. Für jeden Satz sind elf Punkte und zwei Punkte Vorsprung vor dem Gegner notwendig. Mit ein wenig Übung können Sie sogar schnell auch mal gestandene Spieler besiegen, was einerseits für Anfänger eine gute Motivation ist und andererseits für spannende Headis-Matches sorgt, da der Sieg nicht so leicht vorherzusagen ist. In Deutschland hat sich Headis mittlerweile so etabliert, dass jedes Jahr eine Turnierserie ausgetragen wird, an dessen Ende der erfolgreichste Spieler den Headis Cup gewinnt. Seit 2007 findet sogar jedes Jahr eine Headis-Weltmeisterschaft statt, die zwar überwiegend von deutschen Spielern dominiert wird, aber auch bereits einige Anhänger des Kopf-Tischtennis aus Frankreich oder Luxemburg angelockt hat. Trotz des gewissen Grades an Professionalisierung steht beim Headis stets der Spaß im Vordergrund. Das wird schon daran deutlich, dass hier kein Spieler unter seinem echten Namen antritt, sondern unter einem möglichst kreativen Pseudonym an den Spielen teilnimmt. Also: Nicht lang schnacken, Kopf in Nacken – und ab zum Headis!

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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