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Cliff Diving: Faszinierender Extremsport

Cliff Diving: Faszinierender Extremsport

23.07.2012, 08:29 Uhr | wp (CF)

Cliff Diving: Ein Mann stürzt sich vom Rande einer Klippe kopfüber in den kristallklaren Ozean. Erinnert Sie das nicht auch an die Davidoff-Werbung? Nun, eigentlich handelt es sich um den vielleicht gefährlichsten Extremsport der Welt.

Beim Cliff Diving spüren Sie G-Kräfte vom Dreifachen bis zum Zehnfachen Ihres Körpergewichts – wenn auch nur wenige Sekunden lang. Das entspricht im Schnitt etwa der Fahrt in einem Formel-1-Wagen. Nur etwa drei Sekunden dauert der Sturz in die Tiefe, doch dabei erreicht Ihr Körper Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern. Damit können Sie schon einigen guten Sportwagen Konkurrenz machen. Umso abrupter endet der Fall, sobald Sie im Wasser aufkommen: Bei einer Sprunghöhe von 28 Metern werden Sie im Wasser nach nur vier Metern wieder auf null abgebremst – eine Extrembelastung für den Körper. Ein Bauchklatscher kann hier mehr als nur schmerzhaft sein. Die Klippenspringer von Acapulco, die diesen Extremsport überhaupt erst möglich gemacht haben, scheint das nicht zu stören. Auf den Felsen von La Quebrada an der Küste von Mexiko zeigen sie auch heute noch zahlreichen Touristen eine waghalsige Show mit akrobatischen Kunststücken, die bei einem Fehler äußerst unschön enden kann. Die Gefahren von zu niedrigem Wasserstand, Felsen unter der Wasseroberfläche oder einer unerwarteten Welle, die Sie gegen die Klippen schleudert, lassen den Spaß gleich ganz anders aussehen. Aber wo bliebe sonst der Nervenkitzel?

Davidoff ist aber nicht der einzige Werbeträger, den Sie mit dem Extremsport in Verbindung bringen können. Red Bull verleiht den Klippenspringern seit Jahren Flügel und machte sie so in der Öffentlichkeit bekannt. Durch steigendes Interesse von Sportverbänden verbesserten sich die Sicherheitsstandards des Extremsports. Nach einem verfehlten Sprung fühlen Sie sich in den meisten Fällen wie nach einem Sturz aus dem dritten Stockwerk. Darum ist langjährige Erfahrung im Turmspringen auch Voraussetzung, um überhaupt beim Cliff Diving mitzumachen. Und zugegeben: Mit perfekter Körperspannung, spektakulären Salti und Schrauben lässt sich schon mächtig Eindruck schinden. Im Gegensatz zur Werbung springen Sie aber nie mit dem Kopf voran, das wäre auf Dauer eine zu große Belastung für die Nackenmuskeln. Stattdessen landen die Füße zuerst im Wasser. Unbekannte Gewässer sind generell tabu. Das volkstümliche Cliff Diving ist bereits für zahlreiche Schädelfrakturen und Querschnittslähmungen verantwortlich. Nach einem erfolgreichen Sprung spüren Sie sofort den Adrenalinstoß – weshalb Klippenspringen als Extremsport gilt. Während Sie Ihre Lungen mit frischer Luft füllen, recken Sie einen Daumen nach oben. Das signalisiert den anderen Springern und den bei offiziellen Veranstaltungen stets anwesenden Rettungstauchern, dass Sie okay sind.

Orlando Duque: Der Duke des Cliff Diving

Ein Mann bricht währenddessen beim Cliff Diving (fast) alle Rekorde: Der Kolumbianer Orlando Duque, in Fachkreisen auch "The Duke" genannt, hat mit 30 Jahren schon neunmal den Weltmeistertitel abgeräumt. Dabei gibt es für diesen Extremsport erst seit 1997 offizielle internationale Wettbewerbe. Der Botschafter des Extremsports spielte sogar schon in Filmen mit: Außer in mehreren Dokumentationen auch in "9 Dives". Darin geht es – natürlich – um Klippenspringer. Duque kann sich auch mit der Höchstpunktzahl brüsten, die je bei einem Cliff-Diving-Turnier erreicht wurde: Alle sieben Kampfrichter gaben ihm zehn von zehn Punkten. Nur einer kann ihm bisher etwas vormachen, der Schweizer Olivier Favre. Bis heute hält er den Weltrekord mit 53,90 Meter Sprunghöhe. Der "Duke" schaffte bisher immerhin 35 Meter und denkt noch nicht ans Aufhören. Offizielle Wettbewerbshöhe sind aber "nur" 28 Meter, und wenn Sie selbst den Klippensprung wagen wollen, können Sie auch bei entspannten zehn Metern anfangen. Geeignete Klippen finden Sie natürlich in Acapulco, aber auch im Tessin in der Schweiz, Sidari und Antipaxos in Griechenland oder am Wolfgangsee in Österreich. Verbinden Sie den Nervenkitzel doch gleich mit einem erholsamen Urlaub.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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