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Unterwasserhockey: Tauchen mit Puck

Unterwasserhockey: Tauchen mit Puck

27.09.2012, 17:54 Uhr | sk (CF)

Unterwasserhockey ist ein Trendsport, der im deutschsprachigen Raum noch keine relativ große Popularität genießt. Obwohl die Kombination aus Tauchen und klassischem Hockey, allen voran für Schwimmfreudige, eine unterhaltsame Abwechslung ist.

Wenn ein Sport den Spielern deutlich mehr Spaß macht als den Zuschauern, ist er für das Publikum häufig gar nicht erst sichtbar. Genau dies ist beim Unterwasserhockey der Fall. Zwar ist es den Zuschauern möglich, über den Beckenrand eines Schwimmbeckens hinweg dem Geschehen zu folgen, aber aufgrund der stetigen Bewegung von Spielern und Wasser ist die Sicht sehr eingeschränkt. Die Kombination aus Tauchen und klassischem Feldhockey nennt sich Unterwasserhockey. Eine Mannschaftsunterwassersportart, die auf dem Boden eines Schwimmbades ausgetragen wird. Je nachdem, ob es der Gegner zulässt, kann hier ein Puck zwei bis drei Meter unter Wasser geschoben oder gepasst werden. Die in einheitlichen Badehosen und Badekappen eingekleideten Spieler sind beim Unterwasserhockey ständig in Bewegung und versuchen sowohl mit Ausdauer als auch mit Technik den Puck mithilfe eines Schlägers in das gegnerische Tor zu befördern. Vergleichbar ist der Mannschaftssport mit Unterwasserrugby. Dieser hat mit dem bekannten Rugby zwar nicht viel mehr als den Namen gemein, aber viele Bezüge zum Unterwasserhockey. Auch hier sind eine hohe Ausdauer sowie ein gutes Apnoetraining entscheidend. Wegen der hohen Anstrengung sind auch taktisches Gefühl und richtige Positionierung für ein gutes Passspiel wichtig.

Auch wenn Unterwasserhockey zu den Wassersportarten gehört, wurden die Regeln aus dem herkömmlichen Feldhockey entwickelt. Wasser hemmt bekanntlich die Bewegungsabläufe, weshalb das Regelwerk ein wenig angepasst werden musste. Entscheidend ist der nicht vorhandene Körperkontakt beim Unterwasserhockey. Dieser ist nicht nur unerwünscht, sondern wird auch geahndet. Diese Regel besteht vor allem deshalb, weil die Spieler unter Wasser selbst entscheiden sollen, wann sie auftauchen, um Luft zu holen. Sind sie in einem Zweikampf, ist das nicht möglich. Gespielt wird mit einem 35 Zentimeter langen Hockeyschläger, der den mit Blei gefüllten Puck ins Tor befördern soll. Als Tor dient eine Rinne mit einer zulaufenden Schräge, über die der Puck geschossen werden muss. Zusätzlich zum Schläger werden die Akteure mit Flossen, Maske, Schnorchel und Badehose ausgestattet. Eine Badekappe mit zusätzlichem Schutz für die Ohren und auch zur farblichen Kennzeichnung der Mannschaft ist ebenfalls Teil der Ausrüstung. Fertig ausgerüstet dürfen die sechs Team-Spieler nur mit dem Schläger versuchen, den Ball durch Schieben oder Passen im Tor unterzubringen. Ist ein Spieler entkräftet, kann er sich „fliegend“ auswechseln lassen. Allerdings darf der neue Spieler erst ins Becken, wenn der Ausgewechselte das Becken vollständig verlassen hat.

In Deutschland bislang nur Trendsport

Seit dem Jahr 1998 zählt Unterwasserhockey in Deutschland zu den offiziellen Wettkampfsportarten des Verbands Deutscher Sporttaucher. Den Anfang machte damals ein Unterwasserrugby-Spieler einer Hochschulmannschaft, die Unterwasserhockey in ihr Trainingsprogramm mit aufnahm. Auf die Einladung des französischen Sportverbandes hin nahm 1997 erstmals eine deutsche Mannschaft an einer Europameisterschaft in der Sportart teil. Sie wurde immerhin mit einem respektablen siebten Platz beendet. Ursprünglich erfunden wurde der Sport im Jahr 1954 von dem Tauchlehrer Alan Blake. Eigentlich wollte man damals mit Unterwasserhockey nur die Tauchfertigkeiten der Schüler verbessern. Es stellte sich jedoch auch hier schnell heraus, dass das Spiel zu viel Spaß macht, um es nur ab und an privat zu spielen. Seither ist Unterwasserhockey in Ländern wie England, Frankreich, Holland, Belgien, Slowenien und Italien fester Bestandteil der Wassersportarten. In Deutschland wird der Trendsport zwar vielerorts gespielt, jedoch nur vereinzelt als Wettkampfsportart.

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