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Sport: Dieses Shirt lässt Sie schneller und besser laufen

Besser und schneller laufen  

Dieses Shirt misst den Puls und sendet Daten

08.11.2013, 11:47 Uhr | hut

Sport: Dieses Shirt lässt Sie schneller und besser laufen. Sport: Das Fitness-Shirt misst Puls und Atemfrequenz und zeigt so die optimale Trainingsintensität an. (Quelle: Fraunhofer IIS)

Das Fitness-Shirt misst Puls und Atemfrequenz und zeigt so die optimale Trainingsintensität an. (Quelle: Fraunhofer IIS)

Funktionale Sportbekleidung wie selbstreinigende Jacken, atmungsaktive Schuhe oder wasserabweisende Hosen gibt es schon lange. Forscher aus Erlangen haben nun jedoch ein Kleidungsstück entwickelt, dass das Sportprogramm nicht nur angenehmer machen, sondern auch deutlich verbessern soll: Das Fitness-Shirt erfasst Puls, Atemfrequenz und Stressbelastung. Auf diese Weise kann es vor Überlastung warnen - oder zu schnelleren Laufeinheiten anspornen.

Shirt ermittelt Vitalfunktionen des Trägers

Im Trikotstoff des Fitness-Shirts sind zahlreiche, leitfähige Elektroden verarbeitet. Diese messen kontinuierlich die Herzaktivitäten des Trägers. Ein elastisches Band um den Oberkörper registriert zudem die Bewegungen des Brustkorbs beim Atmen. Mittels einer abnehmbaren Elektronikeinheit werden aus diesen Daten Kennwerte wie Puls und Atemfrequenz ermittelt. Diese können dann per Funk an ein Smartphone übertragen werden. Sportler haben so konstant ihre Vitalfunktionen und Leistungsdaten im Blick.

Bewegungssensoren verbessern das Training

Wer seinen Puls und seine Leistungsfähigkeit vor Augen hat, könnte zu schnelleren oder längeren Trainingseinheiten angespornt werden, so die Idee. Das Sportprogramm lässt sich durch die regelmäßige Überprüfung der Vitalfunktionen gezielt steigern - ohne eine Überlastung oder Unterforderung zu riskieren, sagen die Entwickler vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen.

Die Beschleunigungssensoren im Trikot erfassen außerdem die Bewegungen des Anwenders und werten diese aus. So können Sportbegeisterte sogar ihre Bewegungsabläufe optimieren.

Fitness-Shirt auch medizinisch einsetzbar

Doch nicht nur für Sportler könnte das Fitness-Shirt reizvoll sein. Auch für die Medizinbranche sei es interessant, sagt Christian Hofmann, Ingenieur am IIS. Reha-Patienten, die das Shirt tragen, könnten durch die Überprüfung ihrer Vitalfunktionen etwa vor zu großer Anstrengung gewarnt werden. Das Shirt könnte auch auf mögliche Erkrankungen aufmerksam machen. "Ist der Puls beispielsweise hoch, während die Atemfrequenz und die Bewegungsaktivität niedrig sind, könnte dies ein Hinweis auf mögliche Herzprobleme sein", erklärt Hofmann. Ärzte könnten das Kleidungsstück daher auch zur medizinischen Überwachung ihrer Patienten einsetzen.

Das Shirt soll im Laufe des nächsten Jahres in den Handel kommen. Ein Investor sei bereits gefunden, berichtet das Frauenhofer-Institut.

Kombination mit Elektrorad verspricht optimales Training

Auch ein Pedelec-Hersteller hat bereits Interesse bekundet. Er will das Fitness-Shirt mit dem Elektrofahrrad "Mentor-Bike" kombinieren. Ein Smartphone am Fahrradlenker sammelt hierbei die vom Trikot erfassten Daten und schaltet bei Bedarf den Elektromotor zu. "Übersteigt der Puls beispielsweise einen Maximalwert von 150 Schlägen pro Minute, wird der Fahrer durch den Motor unterstützt und somit entlastet. Sinkt der Puls unter einen Wert von 80, wird der Elektromotor gedrosselt und die Tretlast wieder erhöht. Die Motorleistung passt sich also automatisch an die Fitness der Radfahrer an", erläutert Markus Gratzfeld, Ingenieur bei BitifEye Digital Test Solutions, die das Elektrofahrrad vertreiben. Auf diese Weise werde die optimale Trainingsintensität sichergestellt.

Vom 20. bis 23. November wird das Fitness-Shirt zusammen mit dem "Mentor-Bike"-Pedelec erstmals auf der Messe Medica in Düsseldorf vorgestellt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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