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WM-Urlaub in Brasilien: Was Reisende beachten sollten

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WM-Urlaub in Brasilien: Was Reisende beachten sollten

20.05.2014, 12:45 Uhr | om (CF)

WM-Urlaub in Brasilien: Was Reisende beachten sollten. Eigens zur WM gibt es die Webseite  brasilienwm.de mit aktuellen Reisehinweisen  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eigens zur WM gibt es die Webseite brasilienwm.de mit aktuellen Reisehinweisen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein WM-Urlaub in Brasilien ist der Traum vieler Fußballfans. Damit der Traum allerdings nicht zum Albtraum wird, sollten Sie einige Dinge beachten. Erfahren Sie hier mehr zu Reisen innerhalb des Landes, zum Thema Sicherheit und Co.

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Reise zu den Spielorten

Brasilien ist der fünftgrößte Staat der Erde – und entsprechend groß sind die Distanzen zwischen den Spielorten. Möchten Sie in Ihrem WM-Urlaub in Brasilien von einer Stadt in die andere reisen, lohnt es sich oftmals, das Flugzeug zu nehmen. Zur Fußball-WM sind die Flugtickets allerdings besonders teuer.

Reise-Tipp: In Verbindung mit Ihrem Interkontinentalflug nach Brasilien können Sie vorab Angebote buchen, die bis zu vier Inlandsflüge in Brasilien zu einem fairen Preis enthalten. Alternativ können Sie in Brasilien sehr gut mit Fernbussen fahren, die wesentlich günstiger sind. Beachten Sie aber, dass Sie wegen der großen Entfernungen mit ein bis zwei Tagen Reisezeit rechnen müssen. Kümmern Sie sich auch rechtzeitig um Ihre Buchung, da die Fahrten schnell ausgebucht sein werden.

Gefährlich: Dengue-Fieber und Malaria

Das Dengue-Virus wird meist durch die tagaktive Ägyptische Tigermücke aber auch durch die Asiatische Tigermücke auf den Menschen übertragen. Symptome sind in der Regel Fieber, Hautausschlag und starke Kopf- und Gliederschmerzen. Hinzu kommen häufig Übelkeit, Durchfall, Husten und Hautausschlag. Das Virus kann schwere Komplikationen wie das Dengue-Schock-Syndrom auslösen, das innere Blutungen auslöst und zum Tode führen kann. Vor allem im Nordosten des Landes ist das Ansteckungsrisiko mit dem Dengue-Fieber groß.

Ähnlich dem Dengue-Fieber wird auch Malaria von Mücken weitergegeben, allerdings durch die nachtaktive Anophelesmücke. Die von ihr übertragenen Parasiten (Plasmodien) gelangen über das Blut zur Leber, vermehren sich dort und schädigen die roten Blutkörperchen. Die dadurch auftretenden grippeähnlichen Symptome, vor allem die typischen Fieberschübe sind sehr belastend für den Körper. Blutarmut und eine Unterdurchblutung sind mögliche Folgen der Infektion. Da sich die Parasiten immer weiter vermehren, kann eine Malaria unbehandelt zum Tode führen.

Das Auswärtige Amt gibt umfassende Informationen zu Brasilien als Reiseland. Hier finden Sie auch einen Überblick zu den Risikogebieten.

Der beste Schutz vor Dengue-Fieber und Malaria ist das Vermeiden von Moskitostichen, da es gegen beide Infektionen bislang keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Tragen Sie deshalb lange Kleidung und schützen Sie sich mithilfe von Sprays mit hohem DEET-Gehalt (DEET = Diethyltoluamid). Vor der nachtaktiven "Malaria-Mücke" können Sie sich gut durch ein Moskitonetz über dem Bett oder an den Fenstern schützen. Zusätzlich können Sie einer Malaria mit verschreibungspflichtigen Medikamenten entgegenwirken. Diese können zwar einen Ausbruch verhindern, allerdings schützen sie nicht vor der eigentlichen Infektion. Die Mittel bringen außerdem viele Nebenwirkungen mit sich. Lassen Sie sich deshalb von Ihrem Arzt oder vom Tropeninstitut ausführlich beraten.

Welche Sprachkenntnisse sind nötig?

Während in großen Hotels und an den Touristenschwerpunkten meist auch englisch gesprochen wird, müssen Sie ansonsten davon ausgehen, dass die meisten Brasilianer weder Deutsch noch Englisch verstehen. In den übrigen Teilen des Landes klappt die Verständigung häufig auf Spanisch oder Portugiesisch.

Tipp: Versuchen Sie, die wichtigsten Begriffe in der Landessprache zu lernen. So finden Sie sich leichter zurecht und die Geste wird im Gastgeberland freudig aufgenommen.

Hohe Kriminalität: Seien Sie vorsichtig!

In den Großstädten in Brasilien gibt es viel Kriminalität, weshalb Sie im WM-Urlaub in Brasilien das Thema Sicherheit besonders beachten sollten. Das Auswärtige Amt weist vor allem auf die hohen Kriminalitätsraten in Großstädten wie Belém, Recife, Salvador, Fortaleza, Rio de Janeiro und São Paulo hin. Gefährlich seien vor allem wenig belebte Straßen, Strände sowie Zubringerautobahnen zum Flughafen. Gewarnt wird dringend davor, Favelas zu besuchen, da diese Elendsviertel teilweise von Kriminellen heimgesucht werden und auch Unbeteiligte Opfer von bewaffneten Auseinandersetzungen werden können.

Zudem empfiehlt das Auswärtige Amt, die Originale der Ausweispapiere im Hotelsafe zu verwahren und unterwegs nur Kopien mitzunehmen. Verzichten Sie auf auffällige Kleidung und Schmuck. Wertsachen wie Kamera oder Handy sollten Sie möglichst verdeckt bei sich tragen. Lassen Sie Getränke nicht unbeaufsichtigt und nehmen Sie keine flüchtigen Bekannten mit auf Ihr Hotelzimmer. Nachts sollten Sie vor allem menschenleere Straßen meiden und sich von den Strandpromenaden, z.B. Copacabana, fernhalten. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind nachts nicht sehr sicher, nutzen Sie lieber ein Taxi. Bei, meist bewaffneten Überfallen, sollten Sie sich nicht wehren und den Tätern Geld geben, das Sie extra für diesen Fall separat von Ihrem anderen Geld aufbewahren.

Aktuelle Tipps und Informationen

Die deutsche Botschaft sowie die deutschen Generalkonsulate haben eigens zur Fußball-WM 2014 die Webseite "brasilienwm.de" eingerichtet. Dort können Sie im WM-Urlaub in Brasilien aktuelle Reisehinweise abrufen. Sie erfahren auch, was Sie im Notfall beachten sollten und bekommen viele Informationen rund um das Sportereignis.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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