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So finden Sie den besten Laufschuh zum Joggen

Joggen  

So finden Sie den richtigen Laufschuh

25.06.2014, 14:58 Uhr | dpa-tmn

So finden Sie den besten Laufschuh zum Joggen. Wer regelmäßig Joggen geht, braucht einen Schuh, der zum Fuß passt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer regelmäßig Joggen geht, braucht einen Schuh, der zum Fuß passt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie viel Dämpfung und wie viel Stütze sollte es sein, damit Gelenke und Füße beim Laufen optimal geschont werden? Wer regelmäßig joggt, ist immer auf der Suche nach dem perfekten Laufschuh. Die Auswahl ist groß, doch nicht jede Fußbekleidung passt auch zu jedem Läufer. Experten erläutern, auf welche Faktoren es beim Kauf ankommt.

Zu Beginn des Laufbooms vor rund 30 Jahren seien es meist gut trainierte Menschen gewesen, die sich dem Joggen verschrieben hatten, betont der Biomechaniker Stefan Grau von der Universität Göteburg. "Heute haben wir viele schlecht trainierte Leute, und trotzdem gibt es nicht mehr Verletzungen. Die Schuhe erfüllen also schon ihren Zweck." Aber sie tun es eben nur dann, wenn sie zum jeweiligen Läufer passen. Das sei darauf zurückzuführen, dass man damals begann, die Schuhe zu dämpfen, stützen und stabilisieren.

Entscheidend sei dabei die Beschaffenheit des Sprunggelenks, erklärt Grau. Fehlt es dort an Stabilität, kann die Technologie des Schuhs helfend eingreifen. Entscheidend sind dann funktionale Elemente im Bereich des Rückfußes wie dämpfende Crashpads und gute Fersenkappen.

Der Schnitt der Schuhe ist wichtig

Die Fußtypen, zum Beispiel breite oder schmale Füße, kommen laut Grau bei Männern und Frauen zwar grundsätzlich gleich häufig vor, hängen aber auch von der Größe der Füße ab: Kleine Füße neigen eher dazu, breit zu sein, große Füße sind tendenziell schmaler. Da für Frauen Schuhgröße 42 groß ist, sollten diese Schuhe eher schmal geschnitten sein. Bei Männern ist 42 eher klein, der Leisten sollte also tendenziell breiter sein als bei einem Frauenschuh der Größe 42.

Zu weiche Dämpfung ist nicht gut für den Körper

Für die Dämpfung gilt: Die sehr weichen Sohlen früherer Zeiten machten die Schuhe instabil, erklärt Grau. "Die Folge war, dass Band- und Sehnenverletzungen explosionsartig zunahmen." Die heutigen flacheren Dämpfungssysteme seien bei wenig trainierten Menschen mit entsprechend schwacher Muskulatur jedoch sinnvoll.

Grundsätzlich gab es eine Kehrtwende in der Medizin .Sie sieht in den Stoßbelastungen nichts Negatives mehr - der Körper brauche sie sogar, betont der Mediziner Matthias Marquardt in seiner Publikation "Das große Laufschuhbuch". "Stoßkräfte erhalten die Gesundheit Ihrer Gelenke und verhindern Knochenschwund", heißt es dort. Bei Fußfehlstellungen oder Plattfüßen ist ein gedämpfter Sportschuh dennoch wichtig.

Laufschuhe sollten eine halbe Nummer größer sein

Ist jemand gut trainiert und hat er keine Probleme, ist laut Grau nur eines wichtig: die Passform des Schuhs. Dabei wird allgemein empfohlen, dass der Laufschuh eine halbe Nummer größer sein sollte als der normale Alltagsschuh, denn der Fuß rutscht beim Joggen im Schuh hin und her und braucht daher nach vorne Platz. Am Mittelfuß sollte das Schaftmaterial eng anliegen. Die Ferse darf nicht herausrutschen, sonst drohen Probleme mit der Achillessehne.

Knieverletzungen passieren häufig beim Joggen

Professor Gert-Peter Brüggemann plädiert dafür, den Blick vor allem auf die Knie zu richten. Denn bis zu 48 Prozent aller Laufverletzungen träten rund um dieses Gelenk auf, sagt der Leiter des Instituts für Biomechanik und Orthopädie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Die Frage laute daher: "Was macht der Fuß mit dem Knie?"

Jedes Knie habe seine gewohnte Bewegung, erklärt Brüggemann. Werde sie beim Laufen verändert oder gestört, brauche man einen Schuh, der diesen Effekt rückgängig macht. "Der Schuh sollte dann den Kraftangriffspunkt am Fuß und damit die Hebel der Kräfte für das Kniegelenk verändern. Das ist das Einzige, was ein Schuh machen kann", sagt der Experte. "Ein Schuh sollte immer eine Verstärkung dessen sein, was die Natur machen will", lautet Brüggemanns Fazit.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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