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Inline-Skating: Fitness-Spaß auf Rollen

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Fitness-Spaß auf Rollen

22.05.2006, 19:10 Uhr | ug

Millionen von Deutschen sind inzwischen auf die Rolle gekommen – und auf Skates unterwegs. Inline-Skating hat den Sprung vom Trend- zum vielseitigen Breitensport geschafft. Ob rasend bei Speed-Skating, trendy mit Nordic-Stöcken, trickreich beim Skate-Stunt oder klassisch beim Fitness-Skating: Der Rollenspaß wird immer beliebter. Damit das so bleibt, sind die richtige Technik, Ausrüstung und die passenden Route das A und O. Denn so ist das Rollvergnügen sicher und liefert ein Fitness-Plus: Ausdauer, körperliche Fitness und seelische Ausgeglichenheit sind die Trainingserfolge. „Der Energie-Verbrauch wird angekurbelt, das Herz-Kreislauf-System und die Koordination trainiert“, erklärt Dr. Olaf Hoos, vom Institut für Sportwissenschaft in Marburg, die positiven Effekte. Und wer Abwechslung auf dem Asphalt sucht, wechselt ganz einfach das Tempo.

Fitness-Spaß und Knack-Po

Fitness-Fans kommen hier gelenkschonend ins Rollen: Beim Skaten müssen Wirbelsäule und Gelenke nur wenig Erschütterungen abfedern, ganz anders als beispielsweise beim Joggen. Je nach Geschwindigkeit gilt das Skaten im Freizeitbereich als schonendes Ausdauertraining, bei dem vor allem Kreislauf in Schwung gerät, Beine trainiert werden und die Rückenmuskulatur gestärkt. Den knackigen Po gibt’s gratis dazu!

Führungsrolle wechselt

Und wer einen Schritt weiter rollen möchte, bringt Tempo ins Freizeit-Vergnügen: "Bauen Sie Geschwindigkeits-Wechsel ein, das sorgt für Abwechslung“, rät der Sportwissenschaftler Hoos. Besonders gut funktioniert das in der Gruppe. Hoos erklärt die Intervall-Methode: "Für eine bestimmte Zeit setzt sich ein Skater an die Spitze und hat dort etwas mehr zu tun. Dann wechselt die Führung und der nächste fährt vorne weg. So kommt es automatisch zu Tempo-Wechseln." Ein Katz und Maus-Spiel auf Rollen mit einem weiteren Trainingseffekt: Das Fahren in Gruppen wird geschult. Der Experte: "Bei Skate-Nights sind oft mehrere Tausend Inliner unterwegs. Da muss man vorsichtig sein, dass man seine eigene Breite, die beim Abstoßen bzw. Anfahren benötigt wird, nicht unterschätzt.“ Doch bevor der Startschuss fällt, sollte Techniktraining auf dem Plan stehen: „Erst wer richtig bremsen und fallen kann, sollte richtig loslegen“, warnt der Sportmediziner.

Das richtige Outfit - von oben nach unten

Ebenso ein Muss für den ungetrübten Rollen-Spaß ist die Schutzausrüstung. Los geht’s beim Kopf, der durch einen Helm geschützt sein sollte. „Leider fehlt gerade der Helm in der Schutzausrüstung vieler Skater “, weist Sportmediziner Olaf Hoos auf die Sicherheitslücke hin. Weitere Must-Haves: Die Schoner an Ellebogen, Knien und vor allem an Handgelenken. Denn auch wer das Fallen trainiert hat, stützt sich bei Stürzen oft reflexartig auf den Händen ab. „Brüche und Verletzungen an Handgelenken machen bis zu 30 Prozent aller Inliner-Verletzungen aus. Danach folgen Schürfwunden an Ellenbögen bzw. Unterarmen oder Abschürfungen im Hüftbereich“, sagt der Experte und weiter: „Fehlende Protektoren sowie mangelndes Fahr- und Bremsvermögen sind dabei die Hauptursachen von Verletzungen“.

Gutes Polster und fester Halt

Die Ausrede, dass Schoner zwangsläufig stören, entkräftet der Sportwissenschaftler: „Führende Hersteller produzieren heute Schutzbekleidung mit gutem Tragekomfort.“ Und wer auf am ganzen Körper auf Nummer Sicher gehen möchte, schlüpft in Crashpads: Diese speziellen Skater-Hosen sind an den Seiten und am Steiß mit Kunststoffpolstern gefüttert. Bei den Skates selbst zählt vor allem der perfekte Sitz. Für Frauen bieten Hersteller inzwischen Modelle an, die extra an die weibliche Fußform angepasst wurden: „Frauen haben schmalere Füße und meist einen höheren Spann. Ist das Modell zu breit geschnitten, rutscht der Fuß hin und her und hat keinen Halt“, erklärt Dr. Hoos. Für das Skater-Outfit gilt als oberstes Gebot: Bequem muss – schick darf es sein. Immer mit dabei sollte die Sportbrille bzw. Sonnenbrille sein – als Schutz gegen UV-Licht und lästige Insekten. Eine luftige Jacke schützt vor Unterkühlung. Und ohne Inbusschlüssel, zum Nachziehen von lockeren Rollen, geht überhaupt nichts.

„Fußgänger mit Spielgeräten“

Je schneller man über den Asphalt rollt, desto mehr Spaß bringt es und der Adrenalin-Spiegel klettert ins Glücks-Hoch. Aber aufgepasst, sonst drohen Zusammenstöße oder Bußgelder. Beim Fahren sollte man folgendes beachten: „Nach Straßenverkehrsordnung gelten Inliner als Fußgänger mit Spielgeräten“, erklärt der Mediziner. Das heißt, Fahrbahnen, Seitenstreifen oder Radwege sind Sperrzone für Skater. Nur außerorts darf auf der linken Fahrbahnseite gerollt werden. Ansonsten ist Skaten auf Spielstraßen, in Tempo-30- und Fußgängerzonen erlaubt. Und auf Fußwegen gilt als Tempolimit die Schrittgeschwindigkeit, also fünf bis sieben Stundenkilometer. „Wer schneller fährt, muss respektieren, dass Fahrräder und Fußgänger Vorrang haben.“

Vorausschauend durch den Sommer rollen

Für das Tempolimit gibt Sportmediziner Hoos noch einen Tipp: „Man sollte immer nur so schnell fahren, dass man seine Geschwindigkeit komplett unter Kontrolle hat und gleichzeitig vorausschauend fährt. Also nicht nur auf den Boden schauen, sondern antizipieren: was passiert oder könnte passieren?“. Vorsicht, gilt bei Regen: Auf nassem Asphalt wird der Ausflug schnell zur Rutschpartie. Aber der Sommer hält sicher wieder viele Inliner-freundliche und warme Tage bereit. Ob bei Skate-Nights oder auf Einzelkurs heißt es dann: Volle Rolle voraus!


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