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Nikotinsucht: So klappt es mit dem Rauchstopp

Rauchstopp  

So klappt es mit dem Aufhören

22.05.2017, 12:07 Uhr | bri

Nikotinsucht: So klappt es mit dem Rauchstopp. Zigarette, E-Zigarette und nun der Tabakverdampfer: Zeit, um mit dem Rauchen aufzuhören? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/MarcBruxelle)

Zigarette, E-Zigarette und nun der Tabakverdampfer: Zeit, um mit dem Rauchen aufzuhören? (Quelle: MarcBruxelle/Thinkstock by Getty-Images)

Einfach ist das Aufhören nicht, weil der Körper nach dem Nikotin verlangt. Nikotintabletten und Nikotinkaugummis können dem Raucher helfen, jedoch bei falscher Anwendung nicht wirken. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Rauchstopp achte sollten.

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Mit einem Schlag aufhören

"Das Beste ist das vorbereitete Absetzen in einem Schritt", rät Peter Lindinger, Psychologe und Suchtberater des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. Wer Aufhören will, setzt sich innerhalb der nächsten 14 Tage einen Termin, an dem er von jetzt auf gleich aufhört. Doch zur so genannten "Schlusspunktmethode" gehört noch mehr: "Am Tag X dürfen keine Rauchutensilien wie Zigaretten oder Feuerzeuge vorrätig sein. Außerdem empfiehlt Lindinger auch das Umfeld über den Rauchstopp zu informieren. "So kann man vermeiden, dass einem eine Zigarette angeboten wird", sagt der Psychologe.

Wer aufhören will, sollte sein Verhalten ändern

Vor dem Verzicht sollten Sie sich darüber klar werden, bei welchen Gelegenheiten Sie zur Zigarette greifen. Ist es nach dem Essen, zur Entspannung nach der Arbeit oder morgens zum Kaffee? Für solche Situationen, sollte man Alternativen parat haben: Nach dem Essen Zähneputzen anstatt eine paffen oder nach der Arbeit die Lieblings-CD einlegen und gemütlich eine Tasse Tee trinken. "Außerdem sollten sich Raucher eine sportliche Betätigung suchen", rät Lindinger. Das fördert die Fitness und lenkt von der Sucht ab.

Kleine Helfer gegen die Sucht

Trotz aller psychologischen Tricks fällt der Verzicht auf die Zigarette schwer. Pflaster oder Kaugummis mit Nikotin können die Entzugserscheinungen lindern. Sie geben dem Körper das Sucht erzeugende Nikotin, jedoch in immer kleineren Dosen und ohne die schädlichen Inhaltsstoffe wie Teer oder Kohlenmonoxid. Wunder darf man davon jedoch nicht erwarten. Wer es partout nicht schafft, sollte sich professionelle Hilfe suchen und eine Verhaltenstherapie machen. Ansprechpartner für Entwöhnungskurse gibt es bei Gesundheitsämtern, Krankenkassen, Ärzten und Psychologen.

Cola und Orangensaft hemmen die Wirkung

Nikotinkaugummis sollte man jedoch nicht mit Getränken wie Orangensaft oder Cola kombinieren. "Die Säure darin verhindert, dass Nikotin aus dem Kaugummi aufgenommen wird. Rund eine halbe Stunde vor und nach dem Kaugummi oder der Lutschpastille sollte man deshalb keine Cola und keinen Fruchtsaft trinken", erklärt Dr. Ursula Sellerberg, Sprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Die Pflaster, Kaugummis und Lutschtabletten sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten allerdings nicht.

Was taugen Anti-Raucherpillen?

Rezeptpflichtig sind dagegen die Rauchstopp-Pillen Zyban oder Champix. Studien haben gezeigt, dass nach einer dreimonatigen Behandlung mit Champix 44 Prozent der Probanden mit dem Rauchen aufhörte, bei Zyban waren es 30 Prozent. Das ist deutlich mehr als bei einem Rauchverzicht ohne Medikamente, der nur etwa zehn Prozent gelingt. Bei beiden Medikamenten kann es jedoch zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Schlafproblemen kommen. Die Pillen sollten nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Auch hier zahlt die Krankenkasse die Behandlung nicht.


Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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