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Rauchverbot: 400.000 Briten haben ihre Nikotinsucht besiegt

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GESUDNHEIT | RAUCHEN  

Forscher: Rauchverbot rettet 40.000 das Leben

30.06.2008, 11:18 Uhr | bri

Raucherentwöhnung: Wer mit dem Rauchen aufhört, muss seine Medikamente anders dosieren. (Foto: imago)Wer mit dem Rauchen aufhört, muss seine Medikamente anders dosieren. (Foto: imago)Rauchverbot rettet viele Leben - auf diesen Nenner lässt sich eine Studie aus England bringen. Seit einem Jahr ist dort ein landesweites Rauchverbot in Kneipen und öffentlichen Plätzen in Kraft. Laut einer Studie des britischen Verbandes für den Kampf gegen Krebs (Cancer Research UK) haben seitdem 400.000 Raucher dem Glimmstängel ade gesagt. Forscher behaupten sogar, dass dies in den kommenden zehn Jahren rund 40.000 Menschen das Leben rettet, die sonst an den Folgen des Rauchens gestorben wären.

Grafik Krebstod durch Rauchen
Flash-Grafik So alt macht Rauchen
Test Sind Sie abhängig von Zigaretten?


Zwei Milliarden weniger Zigaretten

Forscher vom University College in London führten die Studie durch und befragten vor und nach dem Rauchverbot 32.000 Menschen zu ihren Rauchgewohnheiten. Die Zahlen zeigten, dass Raucher aus allen Schichten der Gesellschaft dem Glimmstängel entsagten. Insgesamt haben noch nie so viele Raucher innerhalb eines Jahres aufgehört. "Wir hatten nie solch einen dramatischen Einfluss erwartet", sagt Studienleiter Professor Robert West der Zeitung "Independent". In Großbritannien gingen dementsprechend auch die Verkaufszahlen von Zigaretten zurück: Zwei Milliarden Stück weniger gingen über den Ladentisch.

Immer mehr hören auf

Derzeit rauchen etwa 22 Prozent der Menschen in Großbritannien. Die Forscher glauben, dass sich diese Quote in Zukunft bis auf 15 Prozent verringern wird. Seit dem Beginn des Verbotes ist die Raucherquote um fünfeinhalb Prozent zurückgegangen. Offenbar habe das Rauchverbot viele Menschen zum Verzicht auf die Zigaretten ermutigt, schätzen die Forscher.

Ab 1. Juli gilt Rauchverbot in Deutschland

Ob sich auch in Deutschland eine ähnliche Entwicklung anbahnt ist fraglich: Ab 1. Juli gilt das Rauchverbot in Gaststätten und Behörden nun in allen Bundesländern. In den meisten Ländern ist das Rauchen aber in abgetrennten Räumen erlaubt. In Sachsen und Rheinland-Pfalz gelten für inhabergeführte Ein-Raum-Kneipen vorläufige Ausnahmen, im Saarland darf ohnehin in Kneipen geraucht werden, die der Inhaber führt. In mehreren Ländern werden von Juli an Bußgelder fällig, wenn verbotenerweise geraucht wird. Am teuersten kann es in Sachsen mit bis zu 5000 Euro werden.

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