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Rauchen: Wirken Schockbilder auf Zigarettenpackungen?

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Wirken Schockbilder auf Zigarettenpackungen?

25.03.2009, 11:19 Uhr | bri/afp/dpa, t-online.de

Rauchen: Tumor am Hals eines Rauchers  (Foto: Department of Health)Tumor am Hals eines Rauchers (Foto: Department of Health)Eklige Bilder von Tumoren und rauchgeschwärzte Lungen auf der Zigarettenpackung sollen den Griff zum Glimmstängel verhindern. In Belgien gibt es das bereits. Eine Studie zeigt jedoch: Es ist nicht erwiesen, ob die Ekel-Bilder Raucher vom Paffen abhalten. Dennoch fordert Deutschlands oberste Drogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD), derartige Schockbilder auch hierzulande einzuführen. Und im Gesundheitsministerium prüft man bereits ein entsprechendes Gesetz.

Fotoserie Schockfotos auf Zigarettenschachteln


Europäische Union gibt die Bilder vor

Die Bilder gehen auf eine Verordnung der EU zurück. Diese erlaubt den Mitgliedsstaaten schon seit 2001, Textwarnungen durch Bilder oder Piktogramme zu ersetzen. "Die Motive stellt die EU zur Verfügung. Nur aus dieser Sammlung kann eine Regierung die Bilder aussuchen", sagt die Sprecherin der EU-Kommission im Bereich Gesundheit, Nina Papadoulaki, auf Anfrage von onLeben. Kommendes Jahr wollen Großbritannien und Rumänien Schockbilder einführen.

Studie über Warnhinweise in Deutschland

Mehrere Studien weltweit haben die Wirkung von bildlichen Warnhinweisen bereits untersucht. Die Studien zeigten lediglich, dass Raucher die Warnhinweise wahrnehmen und davon zum Nachdenken angeregt werden. Im Auftrag der Bundesregierung hat nun das Münchner Institut für Therapieforschung alle Untersuchungen zum Thema ausgewertet. Das Fazit der Forscher: Zwar werden die Bilder von allen Rauchern wahrgenommen und dürften auch von so ziemlich allen Rauchern diskutiert werden. Es heißt aber auch in der Studie: "Der geringste oder gar kein Effekt von Warnhinweisen ist auf das Rauchverhalten zu erwarten."

Drogenbeauftragte will Schockbilder

Trotz dieser Ergebnisse bleibt Sabine Bätzing bei Ihrer Forderung: Eine Änderung des Rauchverhaltens sei auch nicht zu erwarten gewesen, sagte sie. "Bildgestützte Warnhinweise informieren aber mit jedem Griff zur Zigarette unmissverständlich über die gesundheitlichen Schäden des Rauchens, und sie halten junge Nichtraucher vom Beginn des Rauchens ab", erklärt die Politikerin.

Tabakindustrie gegen Schockbilder

Die Tabakindustrie warnte vor Gefahren durch Warnhinweise. Gerade solche Schockbilder könnten für Jugendliche interessant sein, sagte der Sprecher des Hamburger Tabakunternehmens Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH, Sebastian Blohm. Raucher würden dadurch auch nicht weniger oder gar nicht mehr rauchen. "Solche Bilder stigmatisieren unsere Konsumenten."

Briten haben über Bilder abgestimmt

In Großbritannien sind die Warnhinweise beschlossene Sache: Ab September 2008 werden Raucher mit Bildern statt mit schriftlichen Warnhinweisen auf die Folgen des Rauchens hingewiesen. Zuvor wurden die Briten jedoch von der Gesundheitsbehörde befragt, welche Bilder sie am schockierendsten finden. So haben die Briten gewählt:

Fotoserie Schockfotos auf Zigarettenschachteln in England

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