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Was taugen Zecken-Schnelltests?

09.05.2011Lesedauer: 2 Min.
Zecke in Nahaufnahme
Zecke in Nahaufnahme (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Immer mehr Menschen erkranken an der von Zecken übertragen Infektionskrankheit Borreliose. Nur eine frühzeitige Behandlung mit Antibiotika kann Spätfolgen verhindern. Die Anbieter von Zeckenschnelltests für zu Hause versprechen bereits für zehn Euro ein schnelles Ergebnis. Doch wie zuverlässig sind die Tests und was bringen sie? Wir haben bei Dr. Armin Schwarzbach vom Borreliose Centrum in Augsburg nachgefragt.

DNA-Analyse gibt Sicherheit

Der Labormediziner stuft Schnelltests für zu Hause als unzuverlässig ein. "Die Methode der Wahl ist die PCR-Methode", erklärt Schwarzbach. Bei dieser Untersuchung muss die Zecke in ein Labor eingeschickt werden. Dort wird sie mittels einer so genannten Polymerase-Kettenreaktion (PCR) auf Erreger getestet. Dabei wird die DNA der Zecke vermehrt. Das Ergebnis liegt nach wenigen Stunden vor. Eine solche Laboruntersuchung kostet circa dreißig Euro und muss selbst bezahlt werden. Sie sei auch zuverlässiger als eine Blutuntersuchung des Patienten. Schwarzbach erklärt weshalb: "Borrelien finden sich nicht primär im Blut, sondern im Gewebe."

Zecke nicht wegwerfen

Ob sich der Test bei jedem Zeckenstich lohnt, ist für Schwarzbach eine Frage des persönlichen Sicherheitsrisikos: "Eine goldene Regel gibt es nicht. Das ist wie beim Auto: Wollen Sie mehrere Airbags oder genügt Ihnen einer?" Wer häufig Zeckenstiche hat und nicht jedes Mal eine Laboruntersuchung machen möchte, kann sich auch nach dem Stich gründlich beobachten: Tritt die so genannte Wanderröte auf? Sind Anzeichen einer Sommergrippe vorhanden? Spätestens dann sollte schnell ein Arzt aufgesucht werden. In jedem Fall sei es wichtig, die Zecke schnell und gründlich zu entfernen und sie danach nicht wegzuwerfen. "Das Corpus delicti hat eine rechtliche Bedeutung für die Unfallversicherung", so Schwarzbach.

Wann eine Therapie sinnvoll ist

Kritiker der Zeckentests wenden ein, dass eine Infektion der Zecke mit Borreliose noch nicht bedeutet, dass die Krankheit tatsächlich auf den Menschen übertragen wurde. Sie warnen vor einer unnötigen Therapie aufgrund eines positiven Testergebnisses. Das sieht Laborfacharzt Schwarzbach anders. Er hat tagtäglich mit Menschen zu tun, die an den schweren Folgen einer unerkannten Borreliose leiden. Für ihn steht fest: "Wenn die Zecke positiv ist, muss der Patient mit Doxycyclin behandelt werden." Allerdings auch nur dann. Präventiv nach einem Zeckenstich Antibiotika zu verordnen, hält er nicht für sinnvoll. "Da überwiegt das Risiko der Nebenwirkungen."

Warum guter Zeckenschutz unerlässlich ist

Der beste Schutz vor Borreliose ist, sich erst gar keinem Zeckenstich auszusetzen. Denn in ihrem frühen Entwicklungsstadium als Larven sind die Tiere mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Daher bleibt ein Stich oft unbemerkt. Die größte Gefahr geht von den Tieren im nächstgrößeren Entwicklungsstadium aus: "Diese Nymphen am meisten mit Borrelien verseucht", warnt Zeckenexperte Schwarzbach. Er rät deshalb dringend zu vorbeugenden Maßnahmen wie Zeckensprays, langer Kleidung und festem Schuhwerk. Ebenso unerlässlich sei es, sich nach einem Aufenthalt im Freien gegenseitig gründlich abzusuchen.

Ratgeber Zeckenbiss

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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