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Zecken: Mehr Blutsauger in Städten

Zecken breiten sich in Städten aus

12.08.2011, 17:16 Uhr | dpa, dpa

Zecken: Mehr Blutsauger in Städten. Zecken kommen immer öfter in Städten vor. (Foto: imago)

Auch in der Stadt ist man nicht vor Zecken sicher.(Foto: imago)

Von wegen sie kommen nur auf dem Land vor: Immer mehr Zecken treten inzwischen auch in Städten auf, teilte das bayerische Landesamt für Gesundheit- und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. Die Spinnentiere leben vor allem in Stadtparks. Forscher seien bei einer Untersuchung in Bayern in neun städtischen Grünanlagen auf den Parasiten gestoßen. In anderen Regionen Deutschlands dürfte es ähnlich aussehen, erläuterte das Amt.

Im Stadtpark vor Zecken schützen

Bisher seien Zecken vorwiegend in ländlichen Regionen festgestellt worden. Doch auch Parkbesucher sollten sich schützen, zum Beispiel mit geschlossener Kleidung, rät die Behörde. Auch Insektenabwehrmittel könnten Zeckenstiche verhindern. Wichtig sei zudem, den Körper nach jedem Ausflug ins Grüne - egal ob in die freie Natur oder den Stadtpark - sorgfältig nach Zecken abzusuchen.

Zecke schnell entfernen

Grundsätzlich sollten Zecken so schnell wie möglich entfernt werden - entweder mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenkarte. Letztere gibt es mit Schlitzen in zwei Größen: Man schiebt die Karte dicht auf der Haut unter die Zecke und hebt sie langsam ab. Am besten lassen sich die Tiere jedoch mit einer spitze Pinzette, zum Beispiel mit einer Feinpinzette oder Uhrmacherpinzette entfernen. Wichtig ist, dass die Enden spitz zulaufen. Pinzetten aus dem Kosmetikset sind wegen ihrer breiten Enden ungeeignet, denn damit zerdrückt man die Zecke eher.

FSME-Gefahr vor allem in Süddeutschland

Nach dem Entfernen sollte die Einstichstelle desinfiziert und für rund sechs Wochen beobachtet werden. Bilde sich an der Stelle eine Rötung, solle umgehend ein Arzt aufgesucht werden, rät das LGL. Denn die Tiere übertragen gefährliche Krankheiten, zum Beispiel Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Letzere kommt relativ selten vor, kann aber schlimmstenfalls eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung auslösen. Als FSME-Risikogebiet gilt laut Robert Koch-Institut ganz Süddeutschland. Typische FSME-Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen, Lähmungen oder Bewusstseinsstörung.

Borreliose ist schwer zu erkennen

Häufiger als FSME sind Borreliose-Infektionen: Nach Angaben der Deutschen Borreliose-Gesellschaft ist hierzulande etwa jede dritte Zecke mit Borrelien infiziert. Was viele nicht wissen: Zecken, die Borrelien in sich tragen, kommen in allen Regionen Deutschlands vor, also auch in nicht als FSME-Risikogebiet ausgewiesenen Regionen. Ob Borreliose vorliegt, ist meistens schwer zu erkennen: Nicht immer zeigen Betroffene Symptome, diese sind zudem sehr unspezifisch und können verschiedene Organe betreffen.

Generell verläuft Borreliose schleichend in drei Phasen. Im ersten Stadium kann nach wenigen Tagen oder Wochen an der Stichstelle eine kreisförmige Rötung auftreten. Die so genannte "Wanderröte" breitet sich langsam aus und verschwindet meist spontan. Später können sich grippeähnliche Symptome, Gelenkschmerzen oder Lähmungen bemerkbar machen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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