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Zahl der FSME-Erkrankungen hat sich verdoppelt

Zahl der FSME-Fälle hat sich verdoppelt

20.09.2011, 12:13 Uhr | ts

Zahl der FSME-Erkrankungen hat sich verdoppelt. Zeckennymphe (www.zecken.de)

Die Zecke in ihrem zweiten Entwicklungsstadium als Nymphe (www.zecken.de).

Schon vor Ende der Zeckensaison steht fest: 2011 ist ein ausgeprägtes Zeckenjahr. Es gibt viele Zecken dieses Jahr und besonders viele FSME-Erkrankungen. Allein in Süddeutschland erkrankten bis August 2011 doppelt so viel Menschen an der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) wie im gesamten Jahr 2010. Gerade im Herbst, wenn viele beim Wandern oder Pilzesammeln unterwegs sind, werden die Zecken noch einmal aktiv. Mit diesen Tipps schützen Sie sich vor den Parasiten.

Herbst oft zweiter Zecken-Höhepunkt

Bis Ende August wurden in Baden-Württemberg und Bayern bereits 290 FSME-Erkrankungen gemeldet. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum nur 170 Fälle, wie der Informationsdienst zecken.de berichtet. "Das ist eine Steigerung um fast 100 Prozent", sagt Dr. Wolfgang Hautmann vom Bayrischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). "Und wir wissen noch nicht, wie das Jahr weitergeht. Es gibt Jahre, in denen wir im Herbst einen zweiten Höhepunkt der Erkrankungszahlen verzeichnen." Auch die Schwere der Erkrankung hat offenbar zugenommen, wie Dr. Rainer Oehme vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg berichtet.

Der richtige Zeckenschutz

Wird der Herbst warm und feucht, werden die Blutsauger noch einmal aktiv - eine Gefahr für alle Naturliebhaber, die jetzt viel draußen unterwegs sind. Wer beim Pilzesammeln am Waldboden unterwegs ist, begibt sich direkt in das "Wohnzimmer" der Zecke. Das "Speisezimmer" befindet sich eine Etage höher: Wenn die Blutsauger Hunger bekommen, setzen sie sich auf Gräser, von denen sie dann abgestreift werden. Deshalb sollten Wanderer, Pilzesammler und andere Naturliebhaber folgende Tipps berücksichtigen: festes Schuhwerk tragen, Hosenbeine in die Socken stecken und Zeckenschutzmittel benutzen.

Zecken lauern auch im eigenen Garten

Doch das allein genügt nicht. Auch wer sich viel im naturnahen Garten aufhält, läuft Gefahr, von einer Zecke gestochen zu werden. Selbst in städtischen Parkanlagen sind die Tiere weit verbreitet. Nach dem Aufenthalt im Freien sollte man den Körper gründlich nach Zecken absuchen. Zum Schutz vor Borreliose ist es wichtig, eine Zecke möglichst schnell zu entfernen. Borreliose-Bakterien benötigen nämlich zwischen zwölf und 24 Stunden, um in den menschlichen Körper zu gelangen. Rasches Entfernen bietet jedoch keinen Schutz vor FSME, da dieser Erreger direkt nach dem Stich übertragen wird.

Experten raten zu Zeckenimpfung

Die beiden Experten raten daher Menschen in FSME-Risikogebieten, sich jetzt noch impfen zu lassen. Dann habe man auch einen sicheren Schutz für das kommende Jahr. Als FSME-Risikogebiet gilt laut Robert Koch-Institut ganz Süddeutschland. "Oft sorgen Eltern zwar dafür, dass ihre Kinder gegen FSME geimpft sind", berichtet Oehme, "vernachlässigen aber den eigenen Impfschutz." Häufig werde auch die Auffrischung vergessen. Besitzer von Hunden und Katzen sollten darauf achten, auch ihr Tier vor Zecken zu schützen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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