Zecken  

Die Zecke ist das gefährlichste Tier Deutschlands

21.03.2012, 15:22 Uhr | afp/ akl, AFP

Die Zecke ist zurück. Zeckenstiche können für Menschen sehr gefährlich werden. (Quelle: imago/McPHOTO/R.Müller)

Zeckenstiche können für Menschen sehr gefährlich werden. (Quelle: imago/McPHOTO/R.Müller)

Jetzt krabbeln sie wieder in Feld, Wald und Wiese: Die Zecke ist Experten zufolge das gefährlichste Tier Deutschlands. Keine andere Kreatur verursache hierzulande so viele Krankheitsfälle wie die kleinen Blutsauger, teilte die Universität Hohenheim am Mittwoch anlässlich des ersten süddeutschen Zeckenkongresses mit.

Die Zecke überträgt FSME

Eine der bekanntesten Krankheiten, die von Zecken übertragen werden, sei die Hirnhautentzündung FSME, hieß es in der Mitteilung. Deren Verbreitung sei zuletzt bundesweit deutlich angestiegen, von 256 gemeldeten Fällen im Jahr 2010 auf 423 gemeldete Fälle 2011. Dabei ließe sich durch Impfen der Hirnhautentzündung einfach vorbeugen. Den Angaben zufolge wurde zuletzt jede zweite FSME-Erkrankung aus Baden-Württemberg gemeldet.

In Risikoregionen unbedingt schützen

Bundesweit gelten den Angaben zufolge 130 von 440 Stadt- und Landkreisen als Risikogebiete. Laut Robert-Koch-Institut lagen diese zuletzt vor allem in der südlichen Hälfte der Bundesrepublik. In den Risikoregionen seien etwa zwei Prozent der Zecken mit FSME befallen, erklärte der Pforzheimer Neurologe Reinhard Kaiser. In jedem dritten Fall übertrage sich die Krankheit dabei auf den Menschen. "Praktisch bedeutet das, dass jeder 50. bis 100. Zeckenbiss zur Erkrankung führt", erklärte Kaiser. Bei Erwachsenen nehme die Hirnhautentzündung in der Hälfte aller Fälle einen schweren Verlauf. Davon wiederum behielte jeder zweite Patient bleibende Schäden zurück.

Kreisförmige Rötung weist auf Borreliose hin

Die häufigste von Zecken übertragene Krankheit ist allerdings die Borreliose. Das Tückische ist, dass die Symptome unspezifisch sind. Borreliose wird deshalb oft nicht erkannt und das kann schlimme Folgen für die Gesundheit haben. Die Krankheit wird durch Bakterien übertragen. Die Infektion verläuft in drei Phasen: Nach einigen Tagen kann im Bereich der Einstichstelle eine kreisförmige Rötung auftreten. Häufig kommen Übelkeit, Kopfschmerzen und Fieber hinzu.

Vorsicht bei grippeähnlichen Symptomen

Einige Monate nach dem Stich treten grippeähnliche Symptome auf. Zudem greifen die Borrelien das Nervensystem an. Hirnhautentzündungen und Lähmungserscheinungen können die Folge sein. In der dritten Phase entzünden sich die Gelenke - meist ist das Knie betroffen. Wird Borreliose nicht behandelt, kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen.

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