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Fehler beim Gedächtnistraining: Richtige Übung ist wichtig

Fehler beim Gedächtnistraining: Richtige Übung ist wichtig

08.11.2012, 15:38 Uhr | bp (CF)

Jede Form von Gedächtnistraining ist gut für unser Gehirn – das stimmt so nicht ganz, es sind auch einige Fehler möglich. Es kommt auf die richtigen Übungen an, um nicht das Gegenteil zu erreichen. Wer sich bloß Zahlen in den Kopf "prügelt", merkt sich diese am Ende oft doch nicht. Um das zu verhindern, sollten Sie folgende Regeln beachten.

Fehler beim Gedächtnistraining: Kein Spaß an der Sache

Manche Trainingsarten werden schlichtweg fehlerhaft angewendet: Obwohl man seinem Gehirn mit dem Gedächtnistraining unter die Arme greifen will, ist das Ergebnis am Ende gegenteilig. Nicht jede Übung ist auch für Ihr Gehirn geeignet. Machen Sie sich einen Plan, was Sie erreichen wollen und ob Ihnen diese Übungen auch Spaß machen. Ein Fehler ist es beispielsweise, wenn Sie in der Freizeit Ihr Gedächtnis trainieren wollen, Sie aber kein Interesse an den Dingen haben, die Sie sich merken. Es bringt also nichts, alle römischen Kaiser auswendig zu lernen, wenn Sie sich eigentlich für amerikanische Präsidenten interessieren.

Hirnforscher Ernst Pöppel erklärt in einem Interview mit dem Gesundheitsportal "onmeda.de“: „Die Belohnungssysteme des Gehirns werden nicht angesprochen. Es fehlt die Befriedigung, etwas erreicht zu haben, deswegen bleibt nichts hängen.“ Die Übungen beim Gedächtnistraining sollten Ihnen im Alltag oder für Ihre persönlichen Interessen unbedingt einen Mehrwert bieten – so haben Sie auch Spaß am Lernen.

Entspannung und Herausforderung mit dem richtigen Übungsmix

Generell sollten Sie darauf achten, dass Sie bei den Übungen zwar auf fordernde Aufgaben setzen, Ihr Gehirn dabei aber nicht überfordern. Wer beispielsweise Kreuzworträtsel aus dem Effeff löst, wird in diesen Aufgaben kaum noch eine Herausforderung sehen. Zu schwere Aufgaben lösen wiederum Stress aus, und das sorgt schnell für Frustration. Diesen Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden. Nehmen Sie sich als neue Übung vielleicht ein Sudoku vor und steigern Sie langsam den Schwierigkeitsgrad, ehe Sie sich anschließend einer neuen Übung widmen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die körperliche Entspannung als Ausgleich zum Gedächtnistraining. Hirnforscher Pöppel sieht besonders in Meditationsübungen eine gute Ergänzung. „Meditation ist genau das, Achtsamkeit und Konzentration üben und nicht nur zu glotzen, sondern auch wirklich aktiv zu schauen. Hier können wir auch das episodische Gedächtnis stärker nutzen, indem wir eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit unternehmen. Wir erinnern uns zum Beispiel an den vergangenen Tag. Wenn ich das jeden Tag 15 Minuten lang mache, ist das eine Achtsamkeit mir selbst gegenüber und sehr reinigend.“ 

Gedächtnistraining: Übung macht den Meister

Elementar ist bei allen Übungen der Zeitfaktor. Wenn Sie bereits nach einer Stunde deutliche Verbesserungen erwarten, werden Sie schnell enttäuscht sein. Neurowissenschaftler wie Torkel Klingberg vom Karolinska Instituet bestätigen diesen Anfangsfehler: „Unsere und die Ergebnisse anderer Forscher zeigen, dass acht bis zwölf Stunden Training für einen bestimmten Test nötig sind, um eine allgemeine Verbesserung feststellen zu können", erklärt Klingberg gegenüber dem Portal für Gehirntraining „neuronation.de“. Regelmäßige und dauerhafte Übungen trainieren das Gehirn wie einen Muskel. Dementsprechend braucht es etwas Zeit, bis sich ein messbarer Erfolg einstellt. Dieser ist natürlich auch von der Person abhängig. Nicht jeder Mensch lernt im gleichen Tempo.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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