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Zeckenschutz extrem wichtig: Experte gibt einfache Tipps

Schutz vor den Blutsaugern  

Zecken kommen meist durch die Hose

11.04.2014, 09:48 Uhr | stw, afp, dpa/tmn

Zeckenschutz extrem wichtig: Experte gibt einfache Tipps. Zecken: Im Frühling sollte man auf den richtigen Zeckenschutz  achten.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Frühling sollte man auf den richtigen Zeckenschutz achten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In diesem Jahr hat die Zeckensaison früher begonnen. Wer in Feld und Wald unterwegs ist, sollte jetzt verstärkt auf den Zeckenschutz achten. Biologe Dr. Rainer Oehme vom Landesgesundheitsamt in Stuttgart hat einen verblüffend einfachen Tipp gegen die Blutsauger parat.

"Die Hauptsaison für Zecken ist von April bis Ende Juni", erklärt Oehme. Denn Zecken lieben Temperaturen von 10 bis 25 Grad Celsius bei ausreichend Feuchtigkeit - die ersten warmen Tage bieten daher ideale Bedingungen. Wer jetzt spazieren geht, sollte durch gewisse Vorsichtsmaßnahmen auf das Zeckenrisiko vorbereitet sein, erklärt der Biologe.

Hose am besten in die Socken stecken

Bleiben Sie am besten auf den Wegen. Zieht es Sie doch in Parks, durchs hohe Gras und quer durch den Wald, dann hat der Experte einen einfachen, aber nützlichen Tipp: "Hose in die Socken stecken. Das hilft, da die Zecken meist von unten durch die Hosenbeine ihren Weg zu den Kniekehlen und zur Leistengegend suchen." Am liebsten sind den kleinen Krabbeltieren Stellen, an denen die Haut dünn und weich ist, wie hinter den Ohren, am Haaransatz oder auch in Hautfalten.

Ebenfalls empfiehlt der Biologe helle Kleidung zu tragen, da auf hellen Stoffen die Zecken schneller gesehen und beseitigt werden können.

Kein Öl auf die Wunde

Sobald Sie zuhause sind sollten Sie sich anschließend besonders gründlich absuchen, um mögliche Zecken sofort zu entfernen. "Oft sind die Zecken noch auf der Suche nach einer geeigneten Stelle auf dem Körper", erklärt Oehme. Eine gründliche Kontrolle ist daher besonders wichtig und hilfreich, da die Borreliose-Bakterien meist erst nach 12 bis 24 Stunden übertragen werden.

Sollten Sie an sich eine Zecke entdecken, benutzen Sie zum Entfernen eine spezielle Zange oder eine Pinzette. Haben Sie diese nicht zur Hand, können Sie die Finger nehmen. Dafür fassen Sie die Zecke so dicht wie möglich an der Einstichstelle an, ohne sie zu zerquetschen. Auf keinen Fall sollten Öle auf die Einstichstelle geträufelt werden. Dies begünstigt die Übertragung von Erregern sogar, weil die Zecke durch den Stress ihren Mageninhalt in die Wunde entleert.

Beobachten Sie den Zeckenbiss

Nicht immer muss man nach einem Zeckenbiss zum Arzt meint Oehme, man sollte jedoch ein Auge auf die Stelle haben. "Einige Betroffene markieren die Stelle mit einem wasserfesten Stift, so dass sie auch im Nachhinein wissen, wo die Zecke gesessen hat", erklärt der Biologe. Sollten in den nächsten zwei bis drei Wochen Veränderungen auftreten oder Symptome wie Abgeschlagenheit oder eine schwere Grippe hinzukommen, sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, betont der Experte.

FSME-Risiko vor allem im Süden

Aufgrund der kalten Winter waren die Jahre 2012 und 2013 eher schwache Zeckenjahre. Im Jahr 2012 gab es im Westen von Deutschland so wenig Zecken wie noch nie, sagt Oehme. Auch die Zahl der durch Zecken verursachten Hirnhautentzündungen sank deutlich.

Laut RKI kann dennoch keine Entwarnung gegeben werden. Vor allem in Süddeutschland besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko, durch Zeckenstiche mit dem FSME-Virus infiziert zu werden.

Gesundheitsrisiko Zecke: Verteilung FSME-Erkrankungen 2012.  (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Als Risikogebiete gelten derzeit 141 Landkreise, darunter fast ganz Bayern und Baden-Württemberg. Auch Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und des Saarlands sind betroffen. Auch in Gebieten, die nicht als Risikoregionen ausgewiesen seien, könne eine Infektion nicht absolut sicher ausgeschlossen werden, erklärte das RKI in seinem Epidemiologischen Bulletin.


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