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Rauchen verschlechtert die Ohren

Rauchen  

Blauer Dunst kann schwerhörig machen

29.08.2014, 14:37 Uhr
Rauchen verschlechtert die Ohren. Rauchen schadet offenbar auch dem Gehör.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rauchen schadet offenbar auch dem Gehör. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Rauchen schadet nicht nur Lunge und Herz, sondern offenbar auch den Ohren. Das haben britischen Wissenschaftler herausgefunden. Die Untersuchung zeigte auch: Je länger ein Raucher qualmt, desto höher ist das Risiko, dass er schwerhörig wird. Das berichtet die Ärztezeitung.

Die Wissenschaftler analysierten für ihre Studie Daten der UK Biobank - einer riesigen Datensammlung, die Informationen zu Krankheitsgeschichte und Lebensführung von mehr als 500.000 Menschen bereit hält. Dabei wurden die Angaben von 164.000 Probanden im Alter von 40 bis 69 Jahren ausgewertet, die sich einem Hörtest unterzogen hatten.

Rauchen verschlechtert das Gehör

21.260 Studienteilnehmer hatten ein eingeschränktes Hörvermögen - ihre Daten wurden daraufhin genauer angeschaut. Dabei zeigte sich, dass Raucher ein 15 Prozent höheres Risiko für Hörschäden hatten. Auch Passivrauchen erhöhte das Risiko. Einflussfaktoren wie Lärm, Bluthochdruck und Übergewicht rechneten die Forscher dabei heraus.

Es zeigte sich auch: Je länger die Betroffenen geraucht hatten, umso höher war ihr Risiko, dass sie schlechter hörten. Ehemalige Raucher hingegen hatten gegenüber Nie-Rauchern sogar eine geringere Wahrscheinlichkeit für Hörschäden. Die Forscher vermuten, dass dies mit einem besonders gesundheitsbewussten Verhalten nach dem Rauchstopp zusammenhängen könnte.

Positiver Effekt von Alkohol?

Das Überraschende: Auch Alkoholkonsumenten hatten gegenüber der Vergleichsgruppe ein um 40 Prozent geringeres Risiko, schlechter zu hören. Über die Gründe konnten die Studienautoren nur spekulieren. Möglich sei, dass der Blutdruck durch den Alkohol vorübergehend sinke oder das (gute) HDL-Cholesterin ansteige. Da der Schutzeffekt besonders dann ausgeprägt war, wenn die Probanden den Alkohol zum Essen tranken, sei der Effekt aber möglicherweise auch auf einen höheren Lebensstandard zurückzuführen.

Übrigens: Ein Rauchstopp lohnt sich auch noch in hohem Alter, zeigte kürzlich eine Studie von über 50-Jährigen. Demnach sinkt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden bereits in den ersten fünf Jahren nach der letzten Zigarette deutlich.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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