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Hirnforschung: Freunde funken auch neuronal auf einer Welle

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Neue Hirnforschungsergebnisse  

Freunde funken auch neuronal auf einer Welle

30.01.2018, 15:42 Uhr | Andrea Barthélémy, dpa

Hirnforschung: Freunde funken auch neuronal auf einer Welle. Zwei Freundinnen lachend: Menschen, die miteinander befreundet sind, "funken" oft auf ähnlicher Wellenlänge – auch in ihren Hirnprozessen. (Quelle: Getty Images/AntonioGuillem)

Zwei Freundinnen lachend: Menschen, die miteinander befreundet sind, "funken" oft auf ähnlicher Wellenlänge – auch in ihren Hirnprozessen. (Quelle: AntonioGuillem/Getty Images)

Was du lustig findest, bringt auch mich zum Lachen: Freunde finden oft die selben Dinge witzig, traurig, interessant. Ihre Hirnreaktion spiegelt diese Ähnlichkeit vielfach wider, haben Forscher gemessen.

Menschen, die miteinander befreundet sind, "funken" oft auf ähnlicher Wellenlänge – auch in ihren Hirnprozessen. Das haben US-Forscher in einem Versuch bestätigt. Dabei verglichen sie die Hirnaktivitäten von Teilnehmern, die sich eine bunte Mischung verschiedener Videoclips anschauten. Das Ergebnis: Anhand der Ähnlichkeit der Reaktionsmuster in verschiedenen Teilen des Gehirns konnten die Hirnforscher vorhersagen, wie nahe sich die Probanden standen.

Hirnfunktion-Scan anhand vielfältiger Videofilme

Das Team um Carolyn Parkinson von der University of California in Los Angeles hatte die 42 Teilnehmer zuvor aus einer Kohorte von 279 Studenten ausgesucht. Diese hatten allesamt in einem Online-Fragebogen ausführlich darüber Auskunft gegeben, ob und wie stark sie mit den anderen Studenten verbunden waren. Daraus erstellten die Forscher ein soziales Organigramm, bei dem gegenseitige Bindungen stärker punkteten als einseitige Beziehungen.

Anschließend scannten sie mit einem bildgebenden Verfahren – funktionaler Magnetresonanztomografie (fMRT) – die Hirnfunktionen der 42 jungen Männer und Frauen, während die sich 14 kurze Videofilme anschauten. Die Themen der Clips reichten vom Astronauten-Blick auf die Erde über den Einfluss der Nahrungsmittelindustrie und Fußball bis hin zu einer Auffangstation für verwaiste Faultierbabys und Pannenfilmchen. Über die Ergebnisse berichten die Forscher im Fachjournal "Nature Communications".

Auch ähnliche Hirnaktivitäten fördern Freundschaften

Demnach zeigte sich, dass Freunde bei einzelnen Filmen vor allem in denjenigen Gehirnbereichen ähnlich reagieren, die für Motivation, Lernen, Gefühlsverarbeitung und das Abspeichern von Erinnerungen wichtig sind. Diese Aktivitätsmuster waren so deutlich, dass sie sogar als Vorhersage für die Nähe im Soziogramm dienen konnten. Umgekehrt zeigten sich bei wenigen Übereinstimmungen auch wenig Verbindungen im Soziogramm.

Bisher hatten Forschungen vor allem gezeigt, dass ähnliches Alter, Geschlecht oder Ethnie Freundschaften befördern können. Auch bestimmte Persönlichkeitszüge und sogar Aspekte des Genotyps wurden damit in Zusammenhang gebracht. Der Genotyp ist die genetische Ausstattung von Lebewesen. Die neuen Forschungen konnten diesen Cocktail nun um Hirnaktivitäten ergänzen. "Unterm Strich legen diese Resultate nahe, dass Freunde sich außerordentlich ähnlich sind in der Weise, wie sie die Welt um sich herum wahrnehmen, sie interpretieren und auf sie reagieren", schreiben die Forscher.

Eine grundlegende Frage konnten sie allerdings nicht beantworten: "Freunden wir uns mit Leuten an, die ähnlich auf die Umgebung reagieren, oder reagieren wir ähnlich, weil wir befreundet sind?" Hier müsse weiter geforscht werden.

Quelle:
- dpa

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