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Wellnessbehandlungen für Menschen über 60

Wärmendes im Winter  

Diese Wellnessbehandlungen eignen sich für Menschen über 60

14.11.2018, 12:27 Uhr | dpa-tmn

Wellnessbehandlungen für Menschen über 60. Älteres Paar: Wer sich nach Wärme sehnt, kann in die Sauna gehen. Eine Frage des Alters ist das nicht. (Quelle: Getty Images/funstock)

Älteres Paar: Wer sich nach Wärme sehnt, kann in die Sauna gehen. Eine Frage des Alters ist das nicht. (Quelle: funstock/Getty Images)

Minusgrade, Sturm und Schnee: Auf winterliches Wetter reagieren viele Senioren empfindlich. Einer der Gründe ist, dass sie weniger Fettgewebe in der Unterhaut und weniger Muskelmasse haben  das trägt dazu bei, dass sie leichter frieren.

Steckt hinter dem Frieren keine krankhafte Ursache, heißt es: dick anziehen und viel bewegen. Wer Lust hat, kann sich auch ab und zu eine wärmende Wellnessbehandlung gönnen. Diese Angebote gibt es:

Fangopackungen wirken wohltuend

Eine Fangopackung wärmt nicht nur, sie lockert auch das Gewebe. "Die aus gemahlenem Vulkangestein bestehende Fangopackung hat bei der Auflage auf den Körper eine Temperatur von 40 bis 50 Grad", erläutert Lutz Hertel, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Wellness Verbands. Man wird in Tücher oder Folie gepackt, damit die Wärme nicht verloren geht. Die Anwendungszeit beträgt 20 bis 40 Minuten.

Fangopackungen sind in Wellnesseinrichtungen, Kurbetrieben und Physiotherapiepraxen zu bekommen. Bei einer ärztlichen Verordnung zahlen in der Regel die Krankenkassen. "Als Selbstzahler kann man mit Kosten von rund 1,50 Euro pro Anwendungsminute rechnen", so Hertel.

Entspannung in einem warmen Vollbad

Warme Vollbäder bieten viele Day Spas und Wellnesshotels an. Die Kosten hierfür liegen in der Regel zwischen 1 Euro und 1,50 Euro pro Minute Badezeit. Ein Vollbad zu Hause ist deutlich günstiger. Einrechnen muss man Kosten für Wasser, Abwasser, Energiekosten sowie die Kosten für den Badezusatz. Die Wassertemperatur sollte zwischen 35 und 38 Grad Celsius liegen.

Der zeitliche Abstand zur letzten Mahlzeit sollte mindestens eine Stunde betragen, rät Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer. Die Badedauer liegt zwischen 10 und 20 Minuten.

Massage mit warmem Öl regt an

Sie löst Verspannungen, lindert Schmerzen – und verbessert die Durchblutung. Auch dadurch friert man weniger. "Damit eine Massage mit warmem Öl ihre volle Wirkung entfalten kann, sollte sie eine Stunde dauern", sagt von den Driesch. Für Selbstzahler liegen die Kosten meist auch wieder zwischen 1 Euro und 1,50 Euro pro Behandlungsminute.

Besuch in einem Thermalbad

Ein Thermalbad ist erst mal nicht mehr als ein Becken mit warmem Wasser. Hat der Betrieb das Prädikat "Staatlich anerkanntes Thermalbad", dann hat das Wasser oft noch weitere Qualitäten. Im größeren Becken übt das Wasser von allen Seiten mehr Druck auf den Körper aus als in einer Badewanne.

Von diesem hydrostatischen Druck gehen neben der Wärme die Haupteffekte des Thermalbadens aus: "Das Gewebe wird entwässert, die Venenfunktion verbessert, der Stoffwechsel aktiviert", erläutert Hertel. Die Preise für einen Tagesaufenthalt liegen in der Regel zwischen 15 und 45 Euro.

Saunieren härtet ab

In der klassischen Sauna herrschen meist zwischen 80 und 100 Grad Hitze. Auf der Haut wird es bis zu 41 Grad warm. Das ist gesund. "Der Tonus der Arterien verringert sich, der Blutdruck sinkt, der Puls steigt", so Hertel. Mehr als acht bis zwölf Minuten sollte ein Saunagang aber nicht dauern. Dann folgt die Abkühlung an kalter Luft, mit kaltem Wasser, Eis oder Schnee.

Bei Herz- und Venenerkrankungen ist Vorsicht geboten. Betroffene sollten mit ihrem Arzt sprechen. Ein mehrstündiger Besuch in einer öffentlichen Sauna kostet in der Regel zwischen 10 und 20 Euro.

Verwendete Quellen:
  • dpa/tmn

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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