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Palliative Schmerztherapie für bessere Lebensqualität

Palliative Schmerztherapie für bessere Lebensqualität

04.01.2013, 14:53 Uhr | fb (CF)

Die palliative Schmerztherapie ist eine Form der Palliativtherapie, bei der das Ziel nicht die Heilung einer Krankheit ist, sondern die Linderung der Symptome im Mittelpunkt steht. So soll Patienten vor ihrem Tod ein höchstmögliches Maß an Lebensqualität gewährt werden.

Palliative Schmerztherapie: Wenn keine Heilung möglich ist

Leidet ein Mensch an einer unheilbaren Krankheit oder ist eine Erkrankung bereits so weit fortgeschritten, dass die Heilungschancen nur noch gering sind, hat er das Recht auf palliative Pflege. Die palliative Schmerztherapie ist ein wichtiger Bestandteil, um die Leiden auf dem Weg zum Tod zu lindern: Da ein heilender Behandlungserfolg bereits ausgeschlossen ist oder von den Betroffenen nicht mehr gewünscht ist, sieht der palliative Pflegeansatz vor, diesen Menschen bis zu seinem Tod eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen.

Die Sterbepatienten werden in aller Regel in enger Zusammenarbeit von Angehörigen, ehrenamtlichen Helfern sowie Medizinern betreut. Wie die "Ärztezeitung" berichtet, gehört zu den Zielen gleichfalls "die Zahl der Klinikaufenthalte so niedrig wie möglich zu halten, Notfalleinweisungen zu vermeiden und einen möglichst langen Aufenthalt im häuslichen Bereich zu ermöglichen – bei größtmöglicher Entlastung der Angehörigen". (LBN-Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht)

Ohne Rücksicht auf den Tod

Die Entscheidung, den Kampf gegen eine Krankheit aufzugeben, ist für alle Betroffenen eine äußerst schwierige. Ist diese allerdings getroffen, hält – neben anderen Maßnahmen – die palliative Schmerztherapie ein breites Spektrum an Möglichkeiten bereit, die Lebensqualität eines Patienten entscheidend zu verbessern. Da lebenserhaltende Maßnahmen ohnehin nicht mehr gewünscht werden, können in einigen Fällen Medikamente wie etwa Schmerzmittel eingesetzt werden, die unter Umständen das Leben des Patienten zwar nicht verlängern, ihm den Weg hin zum Tod aber deutlich erleichtern können.

Es können aber auch andere schmerzlindernde Methoden wie unter anderem Entspannungsübungen angewandt werden. Im Mittelpunkt steht hierbei immer das Wohl des Sterbepatienten. Schließlich gehören Schmerzen zu denjenigen medizinischen Phänomenen, welche die Lebensqualität am stärksten einschränken können. (Mögliche Schmerztherapien bei Phantomschmerz)

Psychologische Belastung für Patient und Angehörige

Wer sich als Patient für die Palliativpflege entscheidet, ist auf seinem letzten Weg nicht allein, sondern erhält Unterstützung von zahlreichen Experten wie Palliativärzten, Hospizdiensten, Pflegehelfern oder der Seelsorge. Doch auch für Angehörige ist eine umfassende Betreuung wichtig, vor allem dann, wenn sie die Verantwortung für die Pflege des Patienten übernehmen müssen, weil dieser sich nicht mehr äußern kann.

Für die palliative Schmerztherapie ist in solchen Fällen die Zusammenarbeit von Patient, Angehörigen und Medizinern von größter Bedeutung: Um angemessene Maßnahmen zu ergreifen, ist es wichtig, dass Angehörige und Ärzte in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit das Schmerzempfinden des Sterbepatienten richtig einschätzen können, um dessen Lebensqualität weiterhin aufrechterhalten zu können. (Besonderheiten der Schmerztherapie im Alter)

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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