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Bobath auf dem Pferd: So funktioniert die Therapie

Bobath-Konzept  

Bobath auf dem Pferd: So funktioniert die Therapie

21.01.2014, 16:51 Uhr | em (CF)

Bobath auf dem Pferd ist ein alternativer Therapieansatz zur Behandlung von neurologischen Bewegungsstörungen. Das Tier ersetzt übliche Hilfsmittel wie Ball oder Matte und fungiert als Schrittmacher der Motorik.

Behandlung durch Bobath auf dem Pferd

Nach einer Schädigung des Zentralen Nervensystems können verschiedene Funktionen gestört sein. Die Folge sind Probleme mit der Motorik, der Sensorik, der Sprache oder dem psychosozialen Verhalten. Häufig geht damit eine Veränderung der Muskelspannung einher.

Bei der Behandlung durch Bobath auf dem Pferd soll diese – je nach individuellem Bedürfnis des Patienten – auf- oder abgebaut werden. Weitere Therapieziele in Bezug auf die Motorik sind Kopf- und Augenkontrolle, Gelenkmobilisation und eine Vermeidung von Bewegungseinschränkungen.

Gleichzeitig soll Bobath auf dem Pferd insbesondere die Oberflächensensorik, also die Wahrnehmung über die Haut, und die Tiefensensorik, die Wahrnehmung über Gelenke und Muskeln, verbessern. Durch die gleichmäßigen Bewegungen beim Reiten entwickeln sich idealerweise auch ein Rhythmusgefühl beim Sprechen und eine ruhige Atmung. Liegt eine Konzentrationsschwäche vor oder leidet der Patient unter emotionalen Ausbrüchen, werden in der Therapie Lösungsstrategien entwickelt.

Ablauf der Therapie

Den Großteil der Therapie verbringt der Patient sitzend auf dem ungesattelten Pferd. In dieser Position kann er die Bewegungsimpulse des Tieres intensiv wahrnehmen und durch eigene, rhythmische Bewegungen spiegeln. Dies stabilisiert den Brustkorb und den gesamten Oberkörper, fördert eigenständige Bewegungsabläufe und den Gleichgewichtssinn.

Der Therapeut sitzt entweder hinter dem Patienten oder läuft neben dem Pferd, gibt Sicherheit und unterstützt die Bewegungen, hält aber nicht fest. Pro Minute macht das Pferd etwa 50 bis 60 Schritte, bewegt sich also nur sehr langsam fort.

Schon Kleinkinder ab sechs bis acht Monaten können Bobath auf dem Pferd durchführen. Wurde die Therapie von einem Arzt verschrieben, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Nicht geeignet ist die Behandlung allerdings für Menschen mit unüberwindbaren Ängsten vor Pferden. Leidet der Patient unter einer Pferdehaarallergie, der Glasknochenkrankheit oder einer Wirbelsäulenerkrankung, kann Bobath auf dem Pferd sogar gefährlich werden. Eine ausführliche Vorbesprechung mit einem Experten ist daher sinnvoll.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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