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Johanniskraut: Präparate der Heilpflanze gegen Depressionen

Kräuterlexikon  

Johanniskraut

04.12.2015, 10:53 Uhr | om (CF)

Johanniskraut: Präparate der Heilpflanze gegen Depressionen. Johanniskraut ist nahezu weltweit verbreitet. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Johanniskraut ist nahezu weltweit verbreitet. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Johanniskraut ist eine Mittsommerpflanze, die als Kranzschmuck die Feier der Sommersonnenwende begleitet. Und die strahlende Pflanze macht tatsächlich gute Laune – im wahrsten Sinne des Wortes.

Pflanze

Johanniskraut (Hypericum perforatum), das zu den Johanniskrautgewächsen gehört, ist an seinen goldgelben Blüten zu erkennen. Die Staubblätter sind von schwarzen Drüsenpunkten durchsetzt, die bei Druck ein rotes Sekret absondern. Die krautige Pflanze findet sich häufig am Wegesrand. Mit ihren zweikantigen, verzweigten Stängeln kann sie eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen.

Verwendete Pflanzenteile

Johanniskraut kann fast komplett verarbeitet werden. Bis auf die Wurzeln werden alle, vor allem die blühenden, oberirdischen Pflanzenteile verwendet.

Inhaltsstoffe

  • Flavonoide (hauptsächlich Quercetin Glykoside)
  • rote Farbstoffe (Naphthodianthrone: Hypericin und Pseudohypericin)
  • Phloroglucinderivate (z. B. Hyperforin)
  • ätherisches Öl

Wirkung

Johanniskraut wird als natürliches Mittel gegen Depressionen eingesetzt, da es die innere Unruhe lindert und die Stimmung hebt. Laut der "Apotheken Umschau" hat die die Wissenschaft die genaue Zusammenwirkung, die zu diesem Ergebnis führt, bislang nicht entschlüsseln können. Entsprechende pflanzliche Mittel zur Behandlung von leichteren Depressionen sind jedoch genehmigt.

Die Einnahme von Johanniskraut-Zubereitungen hat zudem einen antibakteriellen Effekt, womit Entzündungen entgegengewirkt werden kann. Auch das Verdauungssystem wird angeregt und Frauenbeschwerden gelindert. Es sind entsprechende Präparate in der Apotheke erhältlich. Eine gering dosierte Alternative ist ein Tee. Äußerlich angewendet soll eine Tinktur gegen Gürtelrose, Blutergüsse und Verletzungen helfen. Johanniskrautöl schließlich wird bei Rheuma und Hexenschuss eingesetzt.

Nebenwirkungen

Johanniskraut kann die Wirkung anderer Medikamente abschwächen. Daher sollte die Einnahme immer mit dem Hausarzt abgesprochen werden. 

Die Heilpflanze kann zudem eine Lichtempfindlichkeit begünstigen. Aus diesem Grund sollten gerade Personen mit heller Haut die Sonne meiden, solange sie Johanniskraut einnehmen.

Schwangere und Stillende sollten vorbeugend auf die Einnahme von Johanniskraut verzichten. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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