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Koffein: Hilft es gegen Haarausfall?

Experten klären auf  

Hilft Koffein wirklich gegen Haarausfall?

Von Alexandra Grossmann

09.05.2019, 10:41 Uhr
Koffein: Hilft es gegen Haarausfall?. Mann kontrolliert seinen Kopf: Kann Koffein das Wachstum der Haare fördern? (Quelle: imago images/Panthermedia)

Mann kontrolliert seinen Kopf: Kann Koffein das Wachstum der Haare fördern? (Quelle: Panthermedia/imago images)

Bisher versprechen nur zwei Mittel Erfolg gegen Haarausfall. Eine aktuelle Studie hat jetzt untersucht, ob Koffein ebenfalls nützt. Wachsen die Haarfolikel besser?

Dass die Arzneimittel Finasterid und Minoxidil gegen Haarausfall wirken, ist schon länger bekannt. Nun zeigt eine neue Studie mit 210 Männern: Auch Koffein lässt die Haare wachsen. Dies steht auch in der entsprechenden neuen Europäischen Leitlinie, nach der Mediziner sich richten.

Demnach ist Koffein fast ebenso effektiv wie Minoxidil, das als Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Koffein steigere die Energieversorgung der Haarfolikel und rege das Haar zum Wachstum an, heißt es. Der positive Effekt zeige sich sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Darum raten die Experten zu Koffein, wenn Menschen von Minoxidil gereizte oder entzündete Kopfhaut bekommen.

Vor der Plasmatherapie wird gewarnt

Zunehmend populär wird laut Hautärzten auch eine Behandlung namens "platelet rich plasma" (PRP). Dabei wird ein bestimmtes Plasma in die Kopfhaut gespritzt, damit das Haar stärker und dicker wächst. Mediziner raten aber von einer Therapie ab, weil es noch nicht genügend Beweise gibt, ob sie wirklich hilft.

Die bisher bekannten Mittel Finasterid und Minoxidil wirken gut bei Männern und bei Frauen, wenn sie auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Als Tablette regt Finasterid vor allem bei Männern das Wachstum der Haare an.

Dickeres, dichteres und schöneres Haar

Eine andere Studie zeigte, dass bei Männern auch die gleichzeitige Gabe von Finasterid und Minoxidil als Lösung eine deutliche Verbesserung zeigte: Nach sechs Monaten war das Haar der Probanden dicker, dichter und sah besser aus als bei denen, die nur Minoxidil verwendet hatten.

Finasterid hat allerdings Nebenwirkungen. Darum riefen die Hersteller von entsprechenden Präparaten 2018 die Ärzte dazu auf, ihre Patienten über das Risiko aufzuklären: Neben Depressionen und Ängsten können eine verminderte Libido, erektiler Dysfunktion und Ejakulationsstörungen die Folgen der Einnahme sein – sogar zehn Jahre, nachdem Männer das Mittel abgesetzt haben.

Ob die Präparate auch das Wachstum von Wimpern oder Bart fördern, konnte bisher nicht bewiesen werden. Der Verdacht, dass zu wenig Testosteron zu Haarausfall führt, wurde in einer größeren Studie mit 373 Männern 2017 entkräftigt. Die Forscher fanden keinen Zusammenhang.

 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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