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Kampf gegen multiressistente Keime: Forscher entdecken Antibiotika mit neuer Wirkung

Kampf gegen gefährliche Keime  

Forscher entdecken Antibiotika mit neuartiger Wirkung

Von Melanie Weiner

26.10.2019, 10:11 Uhr
Kampf gegen multiressistente Keime: Forscher entdecken Antibiotika mit neuer Wirkung . Bakterien in einer Petrischale: Die Verbreitung multiresistenter Erreger ist ein globales Problem. (Quelle: Getty Images/AlexRaths)

Bakterien in einer Petrischale: Die Verbreitung multiresistenter Erreger ist ein globales Problem. (Quelle: AlexRaths/Getty Images)

Antibiotikaresistente Bakterien breiten sich weltweit rasch aus – neue Antibiotika sind daher dringend gefragt. Schweizer Wissenschaftler haben nun einen vielversprechenden Wirkstoff entdeckt.

Forscher der Universität Zürich und des Pharmaunternehmens Polyphor melden die Entdeckung eines neuen Wirkstoffes, der gegen mehrere Bakterien wirksam sein und über einen einzigartigen Wirkmechanismus verfügen soll.

Neue Antibiotika gegen multiresistente Keime 

Das Besondere: Es sei die erste Antibiotikaklasse seit den 1960er Jahren, die nicht nur die üblichen Keime, sondern auch die gefährlichen, sogenannten gram-negativen Bakterien auslöschen könne, erklärt der Leiter der Forschung, Daniel Obrecht gegenüber "SRF". Die Antibiotika würden den Aufbau der äußeren Membran von zwei Stellen aus blockieren und so multiresistente Bakterien effektiv abtöten.

Der neue Wirkstoff wird zurzeit daraufhin geprüft, ob er in Studien bei Menschen eingesetzt werden kann. Wann Mediziner diese neuen Mittel im klinischen Alltag einsetzen können, bleibt deshalb noch offen.

Globale Bedrohung für die menschliche Gesundheit

Viele lebensbedrohliche Bakterien werden zunehmend resistent gegen Antibiotika. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellen insbesondere Bakterien, die gegen Carbapenem- und Cephalosporin-Antibiotika resistent sind, eine wachsende Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar.

Diese Erreger können lebensbedrohliche Infektionen verursachen. Darunter:

  • Lungenentzündung
  • Hirnhautentzündung
  • Wundinfektionen
  • Blutvergiftungen
Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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