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GESUNDHEIT: Fit ab 40 - kein Problem

GESUNDHEIT  

Fit ab 40 - kein Problem!

23.11.2007, 11:27 Uhr | ug

Mit 40 steht man mitten im Leben, von alt sein kann kaum die Rede sein. Und dennoch: Kleine Falten, lästiger Speck am Bauch oder an der Hüfte, weniger Puste und erste Schmerzen an Knochen und Gelenken - die Vorboten des Alters machen sich bemerkbar. Kein Wunder: Spätestens ab dem 40. Lebensjahr beginnt unser Körper zu altern. Zurückdrehen können wir unsere biologische Uhr zwar nicht, aber mit ein paar kleinen Tricks zumindest anhalten: "Etwa 30 Prozent des Alterungsprozesses sind genetisch bedingt, 70 Prozent durch die Lebensweise. Das sollte doch ein Ansporn sein, aktiv Prävention zu betreiben", sagt Prof. Dr. Christoph Bamberger vom Medizinischen PräventionsCentrum Hamburg an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf. Wie Sie fit bleiben, gesund leben und das Alter ausbremsen können - klicken Sie sich durch.

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Warum altern wir überhaupt?

"Wir altern, weil unsere Zellen altern", erklärt Bamberger, der auch den "Besser leben länger leben" verfasst hat. Denn unser Bio-Rhythmus ist noch wie in der Steinzeit programmiert: "Unser Körper ist für ein Leben konzipiert, das zirka 30 Jahre dauert", sagt der Mediziner. Danach setzt der Alterungsprozess ein. Der Selbstreparaturprozess in unserem Körper funktioniert nicht mehr optimal und alle Gewebe machen ihren Job schlechter: "Das Resultat: Der Stoffwechsel verlangsamt sich. Wir müssen weniger essen und uns mehr bewegen, um nicht zuzunehmen – was den wenigsten gelingt," so der Experte. Nicht nur der Stoffwechsel gerät ins Schwanken, auch die Verdauung läuft nicht mehr auf Hochtouren und das Immunsystem wird schwächer.

Mehr Fett - weniger Gehirn?

Auch die Muskeln schalten einen Gang zurück und lassen sich nicht mehr so schnell aufbauen, sie bauen sogar ab. Stattdessen setzen sich vermehrt ungeliebte Fettpölsterchen an. Jetzt gilt es mehr denn je auf ein Gleichgewicht von Kalorienzufuhr und -verbrennung zu achten. Sich regelmäßig bewegen und sportlich aktiv sein heißt hier die Zauberformel. Übertreiben sollte man es dabei dennoch nicht. "Knochen verlieren an Dichte und können brüchig werden", erklärt Bamberger. Besonders bei Frauen steigt das Osteoporoserisiko. Vor allem bei Männern steigt das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Die Gefäßzellen lagern Cholesterin und Kalk ein und verengen sich dadurch. Und bauen nicht auch unsere Gehirnzellen langsam aber sich ab? "Zwar lässt die Leitungsgeschwindigkeit der einzelnen Nervenzellen im Gehirn nach. Mit zunehmendem Alter kennt es aber auch „die Abkürzungen“, so dass die Gesamtleistung kaum abnimmt," erklärt der Experte.

Männer altern anders als Frauen

"Die einzelnen Organsysteme altern bei den beiden Geschlechtern unterschiedlich schnell", bestätigt Bamberger. So sorgen bei Frauen bis zu den Wechseljahren die Östrogene dafür, dass sie besser vor Gefäßverkalkung geschützt sind und ein niedrigeres Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. "Männer haben hingegen den Vorteil, dass ihre Haut etwas dicker ist," so der Mediziner. Werden die Hautzellen im Alter inaktiver und produzieren weniger Kollagen und Elastin, spüren Frauen mit ihrer dünneren Haut die Folgen eher: Es bilden sich Falten. Auch bei den Knochen sind Männer besser gewappnet. "Sie sind etwas stabiler, so dass sich hier der altersbedingte Substanzverlust später äußert."

Ausbremsen und vorsorgen

Ob Mann oder Frau - um mit über 40 gesund und fit zu bleiben, ist ärztliche Vorsorge das A und O. "Nur 50 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer nehmen die von den gesetzlichen Krankenkassen angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahr. Hier werden wertvolle Chancen vergeben, Krankheiten im Frühstadium zu erkennen und zu heilen," warnt Bamberger. Für Frauen ab 40 ist die Brustkrebsvorsorge besonders wichtig. Sie sollten alle zwei Jahre eine Mammographie durchführen lassen. Zudem hilft eine Messung der Knochendichte, ein mögliches Osteoporoserisiko frühzeitig zu erkennen. Männer ab 45 sollten einmal im Jahr einer Prostatakrebsvorsorge unterziehen, und für beide Geschlechter ist die Darmkrebsfrüherkennung ab 50 ein wichtiges Thema. Doch bei aller Vorsicht, keine Panik: Lassen Sie sich vom Alter nicht verrückt machen, denn ein wenig können wir alle selbst an unserer biologischen Uhr drehen.

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