Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Medizinforschung: Warum Stress dick macht

Ernährung | Stress  

Warum Stress dick macht

19.11.2007, 10:46 Uhr | cme, AFP

Die Zeit drängt, der Terminkalender platzt, tausend Dinge müssen erledigt werden: Wer permanent unter Druck steht, hat kaum Zeit für vernünftiges Essen - und muss um die schlanke Linie fürchten. Stress hat verheerende Auswirkungen auf die Figur, zeigen Studien. Und das nicht nur, weil wir unter Anspannung vermehrt zu Süßem und Fettigem greifen. US-Forscher der University of Georgetown in Washington D.C. haben nun herausgefunden, dass das Nahrungsfett bei Stress im Körper auch anders verwertet wird. Schuld daran ist ein Botenstoff im Gehirn, der bei Stress vermehrt freigesetzt wird, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Nature Medicine. Lydia Kuo und ihre Kollegen glauben, dass sich dieser Moppel-Mechanismus auch stoppen lässt.

Online-Test Ernähren Sie sich gesund?


Gestresste Mäuse werden schneller dick

Den Zusammenhang zwischen Stress und starker Gewichtszunahme entschlüsselten die Forscher zunächst an Mäusen. Dazu fütterten sie die Tiere mit einer fett- und zuckerreichen Kost. Ein Teil der Nager wurde gezielt unter Stress gesetzt, die anderen Tiere blieben verschont. Das Ergebnis: Trotz gleicher Nahrung nahmen die gestressten Mäuse während des Versuchszeitraumes doppelt so viel zu wie ihre entspannten Artgenossen. In einem weiteren Versuch blockierten die Wissenschaftler die Rezeptoren für den Stress-Botenstoff im Fettgewebe der Mäuse. Das Ergebnis: Die Tiere blieben trotz kalorienreichen Futters und Stressreizen schlank.

Anti-Stress-Medizin für Menschen?

Zwar wurde der Biomechanismus dieser Stressreaktion bislang nur an Mäusen belegt. Dennoch glauben die Wissenschaftler, dass in Zukunft auch für Menschen Medikamente entwickelt werden könnten, die die fatalen Wirkungen von Stress abfedern. Unbestritten ist, dass auch Menschen unter Anspannung leichter zunehmen. So zeigte kürzlich eine groß angelegte Studie der London Medical School, dass gestresste Menschen eine um 60 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit besitzen, Fett am Bauch anzusetzen. Für die Studie wurden über 19 Jahre hinweg über 10.000 Männer und Frauen zwischen 35 und 55 Jahren beobachtet.

Auch bei Zeitdruck ans Essen denken

Bis die Anti-Stress-Medizin auf den Markt kommt, dürften wohl noch einige Jahre vergehen. Bis dahin bleibt nur die Empfehlung, den Stress durch Zeitmanagement oder gezielte Entspannungsmethoden abzubauen. Lästige Fettpolster lassen sich auch bei Stress-Essern durch regelmäßige Mahlzeiten verhindern. Das wehrt Heißhungerattacken am Nachmittag oder Abend ab. Außerdem hilft es, sich am Tag vorher schon Gedanken übers Essen zu machen. Wer sich morgens kleine gesunde Snacks wie Obst oder Joghurt einpackt, lässt sich tagsüber nicht so leicht durch Schokolade oder fette Snacks verführen.

Mehr zum Thema :
Fit statt schlapp mit Superfood Diese Lebensmittel geben Ihnen Power
Machen Sie den Test Welcher Stress-Typ sind Sie?
Pille ohne Pause Wie gefährlich ist der Langzeitzyklus?

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: