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Gesundheit: Folsäure ist wichtig für gesunde Ernährung

GESUNDHEIT | FOLSÄURE  

Folsäure – das unbekannte Vitamin

05.11.2007, 11:37 Uhr | ug

Die Vitamine A, C und E sind in aller Munde – ob durch Obst und Gemüse, in Säften oder in Form so genannter Nahrungsergänzungsmittel. Folsäure dagegen kennen die wenigsten Deutschen. Den empfohlenen Wert von 400 Mikrogramm pro Tag erreichen nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nur die wenigsten. 80 Prozent sind demnach unterversorgt. Ein Mangel führt schlimmstenfalls zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Insbesondere bei Schwangeren kann eine Unterversorgung die Gesundheit des Kindes gefährden. Doch wo steckt das unbekannte Vitamin überhaupt drin? Reicht eine ausgewogene Ernährung, um den Bedarf zu decken und was taugen Folsäure-Präparate? Eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergab, dass von 14 getesteten nur eins „uneingeschränkt empfehlenswert" ist. Wir sagen Ihnen, ob es überhaupt ratsam ist, zusätzliche Präparate zu nehmen.

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Empfindliche Lebensmittel mit Folsäure

In welchen Nahrungsmitteln ist die zu der Gruppe der B-Vitamine gehörende Folsäure enthalten? “Gute Folatlieferanten sind grünes Blattgemüse wie Spinat, weiterhin Kohlarten, Tomaten und Gurken sowie Orangen, Brot und Backwaren aus Vollkornmehl, Leber, Milchprodukte und Eier", so die DGE. Das Problem: Die in diesen Lebensmitteln vorkommenden Folsäureverbindungen, die so genannten Folate, sind extrem empfindlich gegen Hitze, Luft und Hitze. Längeres Lagern oder Kochen zerstört den wertvollen Inhaltsstoff schnell. Daher rät die DGE, „täglich mindestens zwei bis drei Portionen Gemüse und Salate zu verzehren. Bei der Zubereitung sollte man darauf zu achten, das Gemüse nur kurz zu waschen, zu dünsten statt zu kochen und nicht länger warm zu halten.“

Gemüse oder geeignete Pillen?

„Folsäure in Tabletten oder Pillen wird schneller verwertet als die die natürlichen Folate aus der Nahrung“, schreibt Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Test". Die Untersuchung von 14 häufig verkauften Präparaten zeigt jedoch, dass „nur die ‚Folsäure ratiopharm 400 Mikrogramm’ uneingeschränkt empfehlenswert ist“, so die Tester. „Die anderen Mittel überschreiten mit ihrer Dosierung oder Einnahmeempfehlung die Zufuhrempfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung.“ Auch die DGE rät: „Um die Folatversorgung in der Gesamtbevölkerung zu verbessern, eignen sich folsäurehaltige Nahrungsergänzungsmittel nicht.“ Um einen Mangel vorzubeugen empfehlen die Ernährungsexperten den vermehrten Verzehr durch Gemüse, Obst und Vollkornprodukte.

Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Schließlich ist es für den Körper lebenswichtig, genügend Folsäure aufzunehmen. Das zur Gruppe der B-Vitamine gehörende Vitamin ist an der Bildung von Blutkörperchen und an diversen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Zudem hilft es, die Säure Homocystein abzubauen, die in Verdacht steht, das Herz-Kreislauf-System zu schädigen. „Eine Unterversorgung ist ein Risikofaktor für verschiedene Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Krankheiten und möglicherweise Krebserkrankungen und Altersdemenz“, warnt die DGE.

Besondere Gefahr für Schwangere

Für werdende Mütter beträgt der empfohlene Wert das 1,5-fache. Der Grund: Wer in der Schwangerschaft an einem Folsäuremangel leidet, behindert die Entwicklung des Embryos und riskiert Schädigungen am zentralen Nervensystem. Folgen dieses so genannten Neuralrohrdefekts können Fehlbildungen von Wirbelsäule, Rückenmark und Gehirn sein, der „offene Rücken“ gehört zu den bekanntesten Symptomen. Daher empfiehlt die DGE Schwangeren und Frauen, die beabsichtigen Mutter zu werden, täglich eine Dosis von etwa 600 Mikrogramm Folsäure vorbeugend einzunehmen.

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