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"Öko-Test": Halsschmerzmittel fallen im Test durch

GESUNDHEIT | HALSSCHMERZEN  

Halsschmerzmittel fallen im Test durch

15.11.2007, 10:48 Uhr | ug

Halsschmerzen: erste Symptome einer Erkältung. (Foto: Archiv)Halsschmerzen: erste Symptome einer Erkältung. (Foto: Archiv)Kratzen im Hals, Schmerzen beim Schlucken - eine Erkältung ist im Anmarsch: Um die Beschwerden zu lindern, sind Lutschtabletten, Sprays oder Lösungen zum Gurgeln beliebte Gesundheitshelfer. Über 200 Millionen Euro gaben Patienten im vergangenen Jahr für Halsschmerzmittel aus. Doch die frei verkäuflichen Mittel helfen nicht, zeigen die Laborergebnisse von "Öko-Test". 34 Arzneimittel nahmen die Tester für ihre November-Ausgabe unter die Lupe - alle fielen mit "mangelhaft" oder gar "ungenügend" durch. Wir sagen Ihnen, welche bekannten Mittel wie abschneiden und bei welchen Inhaltstoffen Sie vorsichtig sein sollten.

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Betäuben statt richtig zu wirken

Das Problem aller Mittel: Generell laufen Entzündung, die die Halsschmerzen verursachen, in tieferen Schichten der Schleimhaut ab. Diese erreichen die getesteten Mittel erst gar nicht. Sie lindern bestenfalls Schmerzen oder betäuben örtlich, beispielsweise durch die Stoffe Benzocain und Lidocain. Beide können jedoch Allergien auslösen. Auch erhöhen sie durch ihre betäubende Wirkung die Gefahr, dass der Patient eine bakterielle Mandelentzündung nicht rechtzeitig erkennt, so die Tester. Laut den Laborergebnissen enthalten folgende Mittel Benzocain oder Lidocain: "Anaesthesin Pastillen, ohne Zucker", "Dolo-Dobendan Lutschpastillen", "Dorithricin Halstabletten, zuckerfrei", "Benzocain-Menthol-Dragees zum Lutschen", "Hexoraletten N zum Lutschen, zuckerfrei", "Laringo Halstabletten ohne Zucker", "Lemocin zuckerfrei, Lutschtabletten", "Trachisan Halsschmerztabletten" und "Wick Sulagil Halsspray".

Unnötige Nebenwirkungen

Wer Pastillen oder Dragees lutscht oder sich für Rachensprays entscheidet, rechnet selten mit Nebenwirkungen. Ein Trugschluss, wie das Testergebnis beweist. Besonders Präparate, die desinfizierend wirken, enthalten oftmals Antiseptika wie Cetylpyridinium-, Dequalinium- und Benzalkoniumchlorid. "Die Kombination zweier Antiseptika , wie in den Präparaten 'Dequonal Gurgellösung', 'Neo-angin Halstabletten' und 'Wick Sulagil Halsspray', macht die Mittel nicht wirksamer, sondern erhöht unnötig ihre Nebenwirkungen, vor allem Allergien auszulösen", schreiben die Tester. Besonders Benzalkoniumchlorid könne die Haut reizen und Allergien hervorrufen.

Mit Hühnereiweiß - ohne Gesundheitshinweise

Weiterer Kritikpunkt: Für das aus Hühnereiweiß gewonnene Enzym Lysozym, das in "Frubienzym zuckerfrei, Halsschmerztabletten" steckt, sei die therapeutische Wirkung nicht ausreichend nachgewiesen. Für Hühnereiweißallergiker kann die Einnahme sogar gefährlich werden. Auch alle anderen Patienten, die eine ernsthafte Erkrankung nicht verschleppen wollen, sollten genau den Beipackzettel studieren. Das Problem: "Bei etlichen Produkten fehlt eine solche Angabe jedoch", schreibt "Öko-Test". Viele Hersteller verzichten damit auf den wichtigen Hinweis, dass das Präparat nur über einen begrenzten Zeitraum angewendet werden darf und bei anhaltenden Beschwerden ein Arzt aufgesucht werden sollte. Wer demnächst von Halsschmerzen geplagt wird, sollte sich vor dem Konsum der meist wenig wirkungsvollen Mittel bewusst machen: Über 90 Prozent aller Halsentzündung werden durch Viren ausgelöst, gegen die eben kein Kraut gewachsen ist.

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