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Gesundheit: Die Zahl der Allergiker steigt dramatisch

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GESUNDHEIT | ALLERGIE  

Immer mehr Mensche leiden an Allergien

23.11.2007, 11:01 Uhr

Ob Asthma, Heuschnupfen oder Lebensmittelallergien - die Zahl der Allergiker steigt dramatisch an. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten im Jahr 2010 schon 40 bis 50 Prozent der Weltbevölkerung unter einer entsprechenden Überempfindlichkeit leiden. Während 1960 erst drei Prozent der Menschen unter einer Allergie litten, waren es 1995 bereits 30 Prozent, sagt Allergologe Prof. Johannes Ring. Als einer der Hauptgründe für den Anstieg gelten die Veränderungen im Lebensstil. So erhöht Rauchen in der Schwangerschaft das Allergie-Risiko für das Kind. Aber auch Dieselruß und Sommersmog gelten nach neuesten Untersuchungen als Wegbereiter für Allergien. Über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten diskutieren Experten derzeit auf dem Welt-Allergie-Kongress in München.

Grafik So viele Deutsche leiden an Allergien
Leben mit Heuschnupfen Tipps für Allergiker
Kalender In diesen Monaten fliegen Pollen

Feinstaub verstärkt Heuschnupfen

Der Feinstaub in der Luft verstärkt nach Angaben des Allergologen Ulf Darsow vorhandene Allergien. Denn die ultrafeinen Partikel, etwa aus Dieselabgasen, dringen in die tiefsten Lungenabschnitte vor. "Die Wirkung steht außer Frage, nur der genaue Mechanismus ist noch unklar", betont der Experte. Eine Studie in Japan habe gezeigt, dass die Häufigkeit von Heuschnupfen zunehme, je näher die Betroffenen an einer viel befahrenen Straße mit entsprechender Feinstaubbelastung wohnten.

Wenn die Oma raucht, steigt das Risiko

Als weitere Ursache für Allergien nennen die Experten das Rauchen in der Schwangerschaft. Auch wenn die werdende Mutter Antibiotika oder große Paracetamol-Mengen einnimmt, steigt das Allergie-Risiko für das Kind. Überrascht waren die Forscher von der Erkenntnis, dass auch das Rauchverhalten der Großmutter eine Rolle in der Allergie-Entwicklung spiele. Möglicherweise sei hierfür die Schädigung von Genen verantwortlich.

Allergien werden unterschätzt

Die Symptome von Allergien reichen von Heuschnupfen und Asthma über Juckreiz bis hin zu Ekzemen und Neurodermitis. In extremen Fällen - wie bei Überempfindlichkeit gegen Insektengift - können Allergien sogar tödlich verlaufen. Trotz der deutlichen Zunahme von Allergien wird Heuschnupfen immer noch unterschätzt. In Europa sind bereits 17 bis 29 Prozent der Menschen an Heuschnupfen oder an ganzjährigem allergischen Schnupfen durch Milben oder Tierhaare erkrankt. Die Lebensqualität der Patienten ist häufig eingeschränkt, 40 Prozent der Allergiker sind chronisch krank.

Allergie-Tablette soll vor Heuschnupfen schützen

Unbehandelt kann Heuschnupfen zum so genannten Etagenwechsel und damit zum Bronchialasthma führen. Bei etwa der Hälfte der Patienten kann die Entstehung von Asthma durch eine so genannte spezifische Immuntherapie (SIT) verhindert werden. Dabei spritz der Arzt dem Allergiker meist drei Jahre lang regelmäßig "sein" Pollenallergen, um ihn dagegen unempfindlicher zu machen. Auf dem Welt-Allergie-Kongress soll nun eine neue Allergie-Tablette für Graspollenallergiker vorgestellt werden, die die bisherige Immuntherapie ersetzen könnte. Die Behandlung beginnt etwa zwei Monate vor der Graspollensaison und dauert drei Jahre. Die Einführung des Präparates wird im kommenden Jahr erwartet.

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