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Burn-out-Syndrom: Jeder zehnte Deutsche fühlt sich ausgebrannt

BURNOUT  

Jeder zehnte Deutsche fühlt sich ausgebrannt

06.10.2009, 17:22 Uhr | ug, bri

Der Stress wächst einem über den Kopf: Viele Deutsche fühlen sich ausgebrannt. (Foto: Imago)Der Stress wächst einem über den Kopf: Viele Deutsche fühlen sich ausgebrannt. (Foto: Imago)Ob im Job oder privat: Viele Deutsche fühlen sich ausgelaugt. Jeder zehnte fürchtet sogar, dass er wegen zu viel Stress irgendwann umkippt. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Fast drei Viertel fühlen sich demnach einer übermäßiger Belastung ausgesetzt. Nimmt der Stress immer weiter zu, steigt das Risiko für ein Burnout. "Es sind nicht nur Manager, die daran leiden. Häufig sind es Menschen in sozialen Berufen wie Altenpfleger oder Lehrer", sagt Professor Joachim Bauer, Arzt und Psychotherapeut am Uniklinikum Freiburg. Er hat ausführlich zum Thema Burnout-Syndrom geforscht und einen Test entwickelt, mit dem jeder sein Risiko einschätzen kann. Laufen auch Sie Gefahr, bald auszubrennen? Machen Sie den Test.

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Stress gefährdet die Gesundheit

Dass der Stress im Berufs- oder Familienalltag immer weiter zunimmt, empfindet jeder Vierte so, ergab die GfK-Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau". Knapp 2.000 Personen wurden befragt. Ein weiteres Ergebnis: Den meisten schlägt der stressige Alltag auf die Gesundheit. So klagen rund 30 Prozent der Befragten über häufige Kopfschmerzen, Nacken- und Schulterverspannungen. Mehr als ein Viertel hat Schlafprobleme und bei jedem sechsten Deutschen führt Stress zu Herzrasen, hohem Blutdruck oder Magenbeschwerden.

Ausspannen unmöglich

Fühlt man sich zudem ständig müde, der Beruf gibt einem nichts mehr und Kollegen oder Kunden nerven nur noch, dann liegen typische Symptome eines Burnout-Syndroms vor. Beim Burn-out handelt es sich nicht nur um Stimmungstiefs, die nach kurzer Zeit wieder vorbei sind. "Ein wesentlicher Faktor ist, dass sich Betroffene nicht mehr entspannen können. Die Lieblingsmusik wird dann nur noch als Lärm empfunden, man kann vor lauter Sorge nicht mehr ruhig schlafen. Die Menschen kommen aus dem Stress einfach nicht mehr heraus und sind schon am Morgen erschöpft", so Dr. Manfred Nelting, ärztlicher Direktor des Gezeitenhauses in Bonn, einer Privatklinik für psychosomatische Medizin. Der Schlafmangel mache jedoch alles nur noch schlimmer: "Man fühlt sich kraftlos, tut aber alles dafür, seine Schwächen zu überdecken. Viele delegieren Arbeit nicht mehr und das führt zu noch mehr Arbeitsbelastung, zu noch mehr Stress", erklärt der Arzt.

Burnout in allen Berufsgruppen

Laut Schätzungen von Experten leiden zwischen zehn und 30 Prozent der Menschen in allen Berufsgruppen an Burnout. "Bei Lehrern ist die Rate mit rund 30 Prozent am höchsten, bei jungen Unternehmern am niedrigsten", so Psychotherapeut Joachim Bauer. Für ihn sind jene Menschen besonders gefährdet, die viel für andere Menschen da sein müssen, jedoch wenig Anerkennung für ihre Arbeit bekommen.

Wann ist man wirklich ausgebrannt?

Vorübergehende Schwächephasen und Unlust sind noch kein Zeichen für ein Burnout-Syndrom. Es gibt drei typische Merkmale. Das ist einmal eine lang anhaltende Erschöpfung. Zweitens sehen Betroffene keinen Sinn mehr in ihrer Arbeit und drittens entwickeln sie gegenüber Kunden oder Klienten eine innere Abneigung oder eine sehr zynische Einstellung. "Es müssen diese drei Merkmale zusammenkommen, dann spricht man von einem Burnout-Syndrom", erklärt Bauer.

Nur Vorbeugen hilft

Das beste Mittel gegen das Ausbrennen ist Vorsorge, damit es gar nicht so weit kommt. "Der Partner und Freunde sind immens wichtig. Man sollte unbedingt Zeit mit ihnen verbringen und darüber den Berufsalltag vergessen. Denn nur ein soziales Netzwerk kann einem in schwierigen Phasen helfen", rät Dr. Nelting. Genauso wichtig sei es, sich extra Zeit zum Entspannen zu nehmen. "Sei es ein Spaziergang, ein Bad oder eine Sportart, die viel Spaß macht. Diese persönlichen Auszeiten müssen sein, egal was der Chef, Freunde oder auch der Partner sagen", so der Experte.

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