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Ernährung: Folsäure hält Spermien gesund

Ernährung  

Folsäure hält Spermien gesund

21.03.2008, 14:08 Uhr | ali/ug/dpa

GESUNDHEIT: Männer können durch gesunde Ernährung die Familienplanung sichern. (Foto: Imago)Männer können durch gesunde Ernährung die Familienplanung sichern. (Foto: Imago)Männer können die Qualität ihrer Spermien durch gesunde Ernährung verbessern. Wenn Mann also öfter zur pflanzlichen Kost greift, kann das für die Familienplanung nur förderlich sein. Denn grünes Gemüse, Hülsenfrüchte und Tomaten enthalten Vitaminverbindungen, welche die gleiche Wirkung haben wie Folsäure. Forscher der Universität Berkeley haben jetzt herausgefunden, dass der Einfluss von Folsäure sich positiv auf die Gesundheit von Spermien auswirken kann.

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Spermien brauchen Folsäure

Die Forscher untersuchten die Ernährungsgewohnheiten sowie die Spermien von 97 Männern im Alter von 22 bis 80 Jahren. Bei bis zu vier Prozent aller Spermien könne es zu einer Abweichung von der normalen Anzahl der Chromosomen kommen, so die Forscher. Eine folsäurearme Ernährung steigere die Zahl der Spermien, die sich nicht normal entwickeln. Befruchten diese unterentwickelten Samen die Eizelle, kann das Kind mit Schädigungen zur Welt kommen. Nimmt der Mann verstärkt Folsäure zu sich, könne er dem entgegenwirken, da sich durch die Einnahme die Anzahl der beschädigten Spermien bis zu 30 Prozent verringere, so die Experten weiter. Auch für Frauen ist eine regelmäßige Folsäurezufuhr wichtig, vor allem für werdende Mütter. Denn tritt ein Folsäuremangel auf, riskieren Schwangere sogar eine Fehlgeburt.

Mangel ist gefährlich für Schwangere

Für werdende Mütter beträgt der empfohlene Wert 600 Mikrogramm. Der Grund: Wer in der Schwangerschaft an einem Folsäuremangel leidet, behindert die Entwicklung des Embryos und riskiert Schädigungen am zentralen Nervensystem. Folgen dieses so genannten Neuralrohrdefekts können Fehlbildungen von Wirbelsäule, Rückenmark und Gehirn sein, der „offene Rücken“ gehört zu den bekanntesten Symptomen. Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Schwangeren und Frauen, die beabsichtigen Mutter zu werden, täglich eine Dosis von etwa 600 Mikrogramm Folsäure vorbeugend einzunehmen.

Empfindliche Lebensmittel mit Folsäure

“Gute Folatlieferanten sind grünes Blattgemüse wie Spinat, weiterhin Kohlarten, Tomaten und Gurken sowie Orangen, Brot und Backwaren aus Vollkornmehl, Leber, Milchprodukte und Eier", so die DGE. Das Problem: Die in diesen Lebensmitteln vorkommenden Folsäureverbindungen, die so genannten Folate, sind extrem empfindlich gegen Hitze und Luft. Längeres Lagern oder Kochen zerstört den wertvollen Inhaltsstoff schnell. Daher rät die DGE, „täglich mindestens zwei bis drei Portionen Gemüse und Salate zu verzehren. Bei der Zubereitung sollte man darauf zu achten, das Gemüse nur kurz zu waschen, zu dünsten statt zu kochen und nicht länger warm zu halten.“

Gemüse oder geeignete Pillen?

„Folsäure in Tabletten oder Pillen wird schneller verwertet als die natürlichen Folate aus der Nahrung“, so Stiftung Warentest in der November07-Ausgabe der Zeitschrift "Test". Die Untersuchung von 14 häufig verkauften Präparaten zeigt jedoch, dass „nur die "Folsäure ratiopharm 400 Mikrogramm" uneingeschränkt empfehlenswert ist“, so die Tester. „Die anderen Mittel überschreiten mit ihrer Dosierung oder Einnahmeempfehlung die Zufuhrempfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung.“ Auch die DGE rät: „Um die Folatversorgung in der Gesamtbevölkerung zu verbessern, eignen sich folsäurehaltige Nahrungsergänzungsmittel nicht.“ Um einen Mangel vorzubeugen empfehlen die Ernährungsexperten den vermehrten Verzehr von Gemüse, Obst und Vollkornprodukten.

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Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Schließlich ist es für den Körper lebenswichtig, genügend Folsäure aufzunehmen. Das zur Gruppe der B-Vitamine gehörende Vitamin ist an der Bildung von Blutkörperchen und an diversen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Zudem hilft es, die Säure Homocystein abzubauen, die in Verdacht steht, das Herz-Kreislauf-System zu schädigen. „Eine Unterversorgung ist ein Risikofaktor für verschiedene Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Krankheiten und möglicherweise Krebserkrankungen und Altersdemenz“, warnt die DGE.


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