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Alternativmedizin: Prinz Charles verbreitet Unheil

Alternativmedizin  

Prinz Charles verbreitet Unheil

17.04.2008, 14:54 Uhr | dpa

Gesundheit: Prinz Charles gerät mit Leitfäden zur alternativen Medizin in die Kritik. (Foto: ct)Prinz Charles gerät mit Leitfäden zur alternativen Medizin in die Kritik. (Foto: ct)Mit seiner Vorliebe für die alternative Medizin und andere exotische Therapien ist Prinz Charles nun ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Die vom Thronfolger veröffentlichen Publikationen über alternative Medizin kritisierten Wissenschaftler als "irreführend". Zuvor hatte Prinz Charles bereits durch einen Auftritt vor der Jahresvollversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit seinem Vortag über "heilende Kräfte" bei namhaften Medizinern für Empörung gesorgt.


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Leitfäden fördern gefährliche Behandlungen

Die beiden Leitfäden enthielten "eine Reihe von irreführenden und falschen Hinweisen auf die angeblichen Vorteile alternativer Medizin", kritisierten Edzard Ernst, Professor für Alternativmedizin an der Universität Exeter, und der Wissenschaftspublizist Simon Singh in der Zeitung "Times". Der Nation könne nicht gedient sein, wenn ineffektive und manchmal gefährliche alternative Behandlungen gefördert werden, so die beiden Experten. Sie forderten indessen den britischen Thronfolger und dessen Gesundheitsstiftung auf, die Publikationen zurückzuziehen.

Falsche Interpretation

Die Leitfäden fehlinterpretierten nach Meinung der Kritiker wissenschaftliche Erkenntnisse über Homöopathie, Akupunktur und Reflexzonenmassage. In einer Broschüre würden zum Beispiel alternative Heilmethoden aufgeführt, deren Unwirksamkeit bewiesen worden seien. So würde Chiropraktik als Behandlung von Asthma, Verdauungsstörungen und Migräne empfohlen, obwohl sie in Klinikstudien nur Wirkung bei Rückenschmerzen gezeigt hätte, merkte Ernst an. Eine Sprecherin von Charles' Foundation for Integrated Health wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass die Broschüren keine falschen Aussagen über die komplementäre Medizin enthielten.

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