Sie sind hier: Home > Gesundheit >

Infektionskrankheiten: Hantavirus auf Rekordstand

GESUNDHEIT | MEDIZIN  

Hantavirus auf Rekordstand - so beugen Sie vor

13.05.2008, 15:12 Uhr | dpa, ug

Gesundheit: Graues Nagetier - Gefahr für die Gesundheit: Wühlmäuse übertragen die Hantaviren. (Foto: Imago)Graues Nagetier - Gefahr für die Gesundheit: Waldwühlmäuse übertragen die Hantaviren. (Foto: Imago)Gesundheitsgefahr durch Nagetiere: Erkrankungen durch das von Wühlmäusen übertragene Hantavirus haben 2007 in Deutschland eine Rekordzahl erreicht. Mehr als 1.600 Menschen wurden infiziert. Das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Meldepflicht im Jahr 2001. Die meisten (65 Prozent) aller gemeldeten Fälle hat es in Baden-Württemberg gegeben, so das Robert-Koch-Institut (RKI). Die Fallzahlen stiegen aber in allen Bundesländern an. Einzige Ausnahmen: Bremen und Berlin. Hantaviren können beim Menschen hohes Fieber und Nierenerkrankungen auslösen. So beugen Sie am besten vor:



Zuhaude.de: Maulwürfe und Wühlmäuse aus dem Garten vertreiben
Fünf Tipps Wie gesund leben Sie wirklich?

Ansteckungsgefahr durch aufgewirbelten Staub

Hauptüberträger für Hantaviren in Deutschland ist die Waldwühlmaus (auch Rötelmaus genannt), die in ganz Deutschland vorkommt. Sie scheidet den Erreger über Speichel, Kot oder Urin aus. So können sie durch Staub aufgewirbelt und vom Menschen eingeatmet werden oder in offene Wunden gelangen. Vor allem Wald- und Bauarbeiter stecken sich häufig durch das Einatmen aufgewirbelter Staubwolken an. Seltener sind hingegen infektiöse Mäusebisse.

Patienten müssen ins Krankenhaus

"Infiziert sich ein Mensch, kann es nach zehn bis 20 Tagen zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit sowie Kopfschmerzen kommen", sagt Susanne Glasmacher vom RKI. In schlimmen Fällen tritt auch Nierenversagen auf, sodass die Patienten vorübergehend an eine künstliche Niere angeschlossen werden müssen. Rund 60 Prozent der Hanta-Erkrankungen des vergangenen Jahres mussten im Krankenhaus behandelt werden. "In der Regel heilt die Infektion vollständig aus, sodass keine Folgeschäden zurückbleiben", beruhigt Glasmacher.

Milde Winter - viele Mäuse

Der Grund für den starken Anstieg der Erkrankungen ist laut RKI die hohe Zahl der Mäuse. Diese haben sich vor allem durch den milden Winter und April 2007 stark vermehrt.
Laut Experten entspricht die Zunahme der Infektionen den natürlichen Schwankungen der Mäusepopulation. "Die Rötelmäuse vermehren sich alle zwei bis drei Jahre massenhaft, sodass eben auch die Zahl der Infektionen erheblich schwankt", erklärt Glasmacher. Theoretisch kann es in ganz Deutschland zu Infektionen kommen, weil die Mäuse im ganzen Land vorkommen. Jedoch sind es immer wieder dieselben Gebiete, die besonders stark betroffen sind: die Schwäbische Alb, die Eifel und Teile des Bayrischen Waldes.

Vor Mäusen schützen

Eine Impfung gegen das Hantavirus gibt es nicht. Den Kontakt zu Mäusen vermeiden, ist der einzige Schutz. Beim Reinigen von Schuppen, Scheunen oder sonstigen Räumen, in denen Mäuse gelebt haben, sollten Menschen möglichst keinen Staub aufwirbeln und gegebenenfalls einen Atemschutz und Handschuhe tragen. Angelockt werden Mäuse durch Lebensmittel. Deshalb die Speisen im Keller nur in fest verschlossenen Behältern aufbewahren.

Mehr zum Thema Gesundheit:
Vorsicht, Frühjahrssonne! Schützen Sie sich richtig?
Für jeden Figurtyp Die schönsten Bikinis und Badeanzüge
30 Grad reichen aus? Die größten Fehler beim Wäsche waschen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: