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Gesundheit: Karies ist die am weitesten verbreitete Kinderkrankheit

Gesundheit | Zähne  

Karies ist die am weitesten verbreitete Kinderkrankheit

25.05.2008, 18:54 Uhr | ali/dpa


Gesundheit: Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien haben häufiger Karies. (Foto: Imago)Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien haben häufiger Karies. (Foto: Imago)Karies ist die am häufigsten auftretende Zahnkrankheit. So häufig, dass sie es sogar ins Guinessbuch der Rekorde geschafft hat. Vor einer Zunahme der Zahnfäule bei Kindern hat nun das Zentrum für Zahnheilkunde an der Universität Jena gewarnt. Betroffen seien vor allem Kinder und junge Erwachsene aus sozial schwachen Familien, sagte Direktorin Annerose Borutta am Rande einer internationalen Tagung zur Mundgesundheit. "Rund 80 Prozent des Karies-Befalls verteilen sich auf etwa 25 Prozent der Kinder." Als Gegenmaßnahmen nannte sie intensive Aufklärung und Betreuung durch Sozialarbeiter, Kindergärten und Schulen. Entsprechende Projekte gebe es bereits in Belgien und der Schweiz.

Tipps Richtige Zahnpflege


Falsche Behandlung führt zu Zahnverlust

Nach großen Erfolgen bei der Mundhygiene in den vergangenen Jahren sei jetzt wieder eine Zunahme von Karies bei Milchzähnen zu verzeichnen, sagte Borutta. "Nur die Hälfte der Milchzahngebisse sind noch völlig kariesfrei." Deshalb müssten Projekte zur Mundhygiene die Kinder unbedingt vor dem Schuleintritt erreichen. "Das ist eine Aufgabe für den öffentlichen Gesundheitsdienst." Karies sei die am weitesten verbreitete Kinderkrankheit, sagte Borutta. Bei fehlender Behandlung fielen die Zähne aus oder müssten gezogen werden. "In der Folge kommt es zu Veränderungen beim Gebiss und damit häufig zu Sprachstörungen." Eine gute und regelmäßige Zahnpflege ist im Alltag deshalb ein Muss.#

Gesundheit: Wer Karies nicht bekämpft, riskiert den Verlust des Zahns. (Foto: Imago)Wer Karies nicht bekämpft, riskiert den Verlust des Zahns. (Foto: Imago)

Zähne pflegen, aber wie?

Um die Zähne richtig zu pflegen, ist eine flouridhaltige Zahnpasta wichtig. Sie stärkt den Zahnschmelz und schützt die Zähne vor Karies. Kritisch wird es nur, wenn die Schmirgelwirkung der Zahncreme zu hoch ist. Hinweise darauf gibt der so genannte RDA-Wert, der nach Aussage von Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, bei einem mittleren Wert von 70 liegen sollte. Diese Angabe ist jedoch nicht auf jeder Zahnpastatube aufgedruckt. Bei Zahnpasten mit einem hohen RDA-Wert, wie etwa ausgewiesene Produkte gegen Zahnstein, lassen kleine Schleifkörper ein sandiges Gefühl im Mund entstehen. Personen mit freiliegenden Zahnhälsen sollten deshalb auf Produkte mit dem Zusatz „Sensitive“ achten, da bei diesen der Abrieb der Zahnhartsubstanz verringert wird. Mundspülungen bringen nach Meinung des Experten meist nicht viel, außer die vom Zahnarzt speziell verordneten Konzentrate. Wirkungsvoll hingegen ist es, den Zahnpastaschaum nach dem Putzen auszuspucken, nicht auszuspülen.

Richtig Putzen kann man lernen

Neben einer pflegenden Zahnpasta braucht man auch die richtige Zahnbürste. Egal ob elektrische Zahnbürste, Schallzahnbürste oder Handzahnbürste: Um eine gute Zahnhygiene zu garantieren, empfiehlt Oesterreich, je nach Abnutzungszustand die Bürste etwa alle drei Monate zu wechseln. Pauschal lässt sich nicht sagen, dass Handzahnbürsten schlechter sind. Positive Ergebnisse erzielen auch Schallzahnbürsten, die durch hohe Schwingungen den Zahnbelag leicht entfernen. Aber auch hier gilt: Weg mit dem Druck, da sonst der Zahn angegriffen wird. Grundsätzlich gilt: Nie horizontal schrubben, da der Zahnschmelz abgescheuert wird und damit die Zahnhälse freilegt. Besser sind fegende Bewegungen von Rot nach Weiß, dass heißt vom Zahnfleisch zum Zahn. Wichtig dabei ist, wenig Druck auszuüben und gleichmäßig zu putzen.

Auf Bürstenkopf achten

Aber welcher Bürstenkopf ist nun der richtige? Der Kopf der Zahnbürste sollte nicht größer als zwei bis zweieinhalb Zentimeter sein und die Breite drei bis vier Borstenreihen nicht übersteigen. Ein stabiler Griff ist wichtig, da es zu Zahnfleischverletzungen kommen kann, wenn man mit der Bürste abrutscht. Zahnbürsten mit unterschiedlichen Griffdicke können besonders älteren Menschen, so Oesterreich, mehr Sicherheit bei der Zahnpflege verschaffen. Eltern sollten darauf achten, dass Ihre Kinder spezielle Kinderzahnbürsten benutzen. Wichtig: Die Zahnbürste soll nach Gebrauch immer so lagern, dass der Bürstenkopf offen trocknen kann.

Tipps zur Zahnhygiene

Experten empfehlen, sich zweimal am Tag die Zähne zu putzen. Zähneputzen alleine genügt jedoch nicht, da die Bürste nur die Außen- und Innenflächen der Zähne säubert und nicht die Zahnzwischenräume erreicht. Es bilden sich Beläge, die Entzündungen hervorrufen können. Um die Zähne gesund zu halten, wird empfohlen, zusätzlich die Zwischenräume einmal pro Tag zu reinigen. Dr. Oesterreich rät: „Für die Zahnzwischenraumpflege bei Erwachsenen und Älteren sind Zahnzwischenraumbürsten eignet.“ Jüngeren Leuten empfiehlt der Experte, Zahnseide zu verwenden. Hat man nach dem Essen keine Zahnbürste oder Zahnseide zur Hand, muss man die Zähne nicht sich selbst überlassen. Zahnkaugummis können die Pflege unterstützen. Aber: Sie sind kein Ersatz für die tägliche Zahnpflege.

Säureangriff nicht gleich bekämpfen

Beachten Sie: Sofort nach dem Essen von säurehaltigen Speisen und Getränken, wie zum Beispiel Fruchtsäfte, ist zu frühes Putzen für die Zähne schädlich. „Der Zahnschmelz wird durch Säure angegriffen und beim Putzen werden die herausgelösten Mineralien von der Zahnschmelzoberfläche entfernt“, so Oesterreich. Ratsam ist deshalb, mindestens eine halbe Stunde, besser eine Stunde, zu warten, bevor man wieder zur Zahnbürste greift.

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