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Listerien: Gesundheitsgefahr in Lebensmitteln

LISTERIEN  

Listerien: die unbekannte Gefahr

11.06.2008, 13:43 Uhr | cme

Auch tiefgekühltes Fleisch kann mit Listerien verseucht sein. (Foto: Imago)Auch tiefgekühltes Fleisch kann mit Listerien verseucht sein. (Foto: Imago)Übelkeit, Durchfall, Erbrechen: Rund 200.000 Deutsche fangen sich pro Jahr eine Lebensmittel-Infektion ein - viele davon im Sommer. Denn Bakterien und Viren fühlen sich bei warmen Temperaturen so richtig wohl. Besonders schwer kann eine Infektion mit so genannten Listerien - Bakterien, die vor allem in rohem Fleisch und Milchprodukten vorkommen - verlaufen. Zwar wird die Krankheit (Listeriose) seltener gemeldet als beispielsweise eine Salmonelleninfektion. Die Zahl der Erkrankten ist in letzten Jahren allerdings gestiegen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie sich schützen.

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Gefahr für ältere Menschen und Schwangere

Listerien sind Bakterien, die nahezu überall vorkommen: in der Erde, auf Pflanzen, im Kompost und im Abwasser. Gefährlich werden sie erst, wenn sie sich vermehren. Dies tun die Keime vor allem dort, wo die natürliche Bakterienflora nicht mehr vorhanden ist, zum Beispiel in verarbeiteten Lebensmitteln. Die Vermehrung ist bei Temperaturen zwischen 0 und 45 Grad Celsius möglich, also auch im Kühlschrank. Die Symptome der Listeriose sind unspezifisch und grippeähnlich, nur manchmal kommt es auch zu Durchfall und Erbrechen. Für Gesunde stellt die Listeriose keine Gefahr dar. Für Schwangere, Neugeborene, ältere Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Krankheit allerdings gefährlich werden. Mögliche Komplikationen sind Blutvergiftung, Hirnhautentzündung oder sogar der Tod.

Gefahrenquelle Nummer 1: Rohes Fleisch und Rohmilch

Besonders häufig kommen Listerien in Tierfutter oder -kot vor und gelangen so leicht in Fleisch oder Milch. Rohes Fleisch, Geflügel oder Fisch sowie Rohmilch und Rohmilchkäse sind daher häufig mit Listerien belastet. Allerdings können auch Gemüse oder Salat mit dem Keim verunreinigt sein. Durch mangelnde Hygiene können Listerien auch in verarbeitete Lebensmittel gelangen. Erst kürzlich wurden die gefährlichen Bakterien in verschiedenen Räucherlachs-Produkten gefunden. Auch in Fleisch- und Geflügelerzeugnisse wurden sie ab und zu nachgewiesen.

Infektionen vermeiden

Um eine Infektion mit den unangenehmen Keimen zu verhindern, sollten gefährdete Personen tierische Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel und Fisch vor dem Essen gut durchgaren. Rohmilch und Rohmilchkäse, insbesondere Weichkäse, ist für Risikopersonen tabu. Bei der Zubereitung von Fleisch und Fisch sollten Sie einige Hygieneregeln einhalten: Messer, Bretter und andere Gerätschaften nach dem Gebrauch unbedingt reinigen, Auftauwasser weg gießen und Reste im Kühlschrank in gut verschlossenen Behältern aufbewahren. Auch fertige Speisen und geöffnete Verpackungen mit Fleisch oder Fisch sollten im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden.

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