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Augapfel-Tattoos: Ärzte warnen vor Verlust des Augenlichts

Augapfel-Tattoos  

Das kann ins Auge gehen: Augapfel-Tattoos

15.08.2008, 11:54 Uhr | ali

Gesundheit: Die Folgeschäden von Augapfel-Tattoos sind noch nicht absehbar. (Foto: WENN)Die Folgeschäden von Augapfel-Tattoos sind noch nicht absehbar. (Foto: WENN)Tattoos sind heute keine wirklichen Aufreger mehr. Schrill und bunt lachen uns die Hautbilder von Schulter, Oberarm oder Rücken entgegen. Wahren Tattoo-Junkies scheint das nicht genug zu sein. Sie haben eine neue Gestaltungsfläche gefunden, die sogar harten Kerlen die Knie weich werden lässt: Der Augapfel. Getreu dem Motto "immer auffälliger, immer provozierender, immer härter" gehen sie an ihre körperlichen Schmerzgrenzen und sogar darüber hinaus. Und riskieren dabei ihr Augenlicht.

Nichts für schwache Nerven Tattoo nach der Entfernung

Farbe wird in den Augapfel gespritzt

Es klingt schmerzhaft und ist nichts für schwache Nerven. Um das Augenweiß zu färben, wird mit einer Nadel Farbe in den Augapfel einspritzt. Wer hart im Nehmen ist und es besonders farbintensiv haben will, braucht etwa 40 Injektionen für einen besonders starken Effekt. Nach dem Eingriff verteilt sich die Farbe und kann sich auch um die Iris herum sammeln. Der Eingriff ging nicht spurlos an den Experimentierfreudigen vorbei: Sie hatten das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben.

Man kann erblinden

Der Eingriff tut nicht nur weh, es kann auch zu Allergien und Entzündungen kommen. Dr. Gerald Böhme vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. warnt: "Neben Blutungen kann es dazu kommen, dass die Nadel ins Augeninnere sticht. Dass kann zu schweren Infektionen und zur Erblindung führen.“ Für den riskanten Eingriff findet Dr. Böhme deutliche Worte: „Wer sein kostbarstes Sinnesorgan riskiert, um andersartig auszusehen, benötigt wahrscheinlich psychologische Hilfe.“

Überhaupt dauerhaft haltbar?

Ob überhaupt ein dauerhafter Effekt erzielt werden kann, kommt auf den Farbstoff an und darauf, wie die Farbe dem Auge verabreicht wird. Wird der Farbstoff unter die Bindehaut gespritzt, wird diese wahrscheinlich über die Lymphgefäße abtransportiert. Der Effekt würde somit mit der Zeit nachlassen. Beim Tätowieren der Hornhaut ist der Effekt anhaltend.

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