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Angst steckt Ärzte an: Wer jammert, wird besser behandelt

Ärzte  

Wer jammert, wird besser behandelt

20.08.2008, 14:17 Uhr | bri

Wer beim Arzt jammert, wird besser behandelt. (Foto: imago)Wer beim Arzt jammert, wird besser behandelt. (Foto: imago)Forscher der Privatuniversität Witten-Herdecke in Düsseldorf haben untersucht, wie Ärzte auf ihre Patienten reagieren. Ergebnis: Je ausführlicher Patienten ihre Ängste schilderten, umso besser wurden sie behandelt. Das berichtet die Zeitung Die Welt in ihrer Online-Ausgabe. Die Wissenschaftler haben auch eine Erklärung für das Phänomen gefunden: Angst steckt Ärzte an.

Könnte es was Schlimmes sein?

Für die Tests schickten die Forscher Studentinnen zu Ärzten in die Praxis. Dort sollten sie über Kopfschmerzen klagen. Ein Teil der Studentinnen sollte die Symptome bewusst ängstlich schildern, quasi nach dem Motto "Ist es was Schlimmes?". Die anderen sollten eher neutral wirken. Für ihre Rolle als Patientin bekamen die Probanden sogar extra Schauspielunterricht.

Wer Angst schildert, kommt zum Spezialisten

Bei den Patientinnen, die ängstlicher wirkten, veranlassten die Ärzte in 39 Prozent der Fälle weitere Untersuchungsmethoden. Nur bei sieben Prozent der neutralen Patientinnen war das der Fall. Außerdem bekamen sieben von acht Ängstlichen eine Überweisung zum Spezialisten, jedoch keine der anderen Patientinnen.

Angst steckt Ärzte an

Die Forscher glauben, dass sich Ärzte von der Angst der Patientinnen anstecken lassen und Behandlungsfehler vermeiden wollen.. Der wahrscheinlichste Faktor, weshalb Ärzte die ängstlichen Patienten mit erweiteten Maßnahmen versorgt haben, sei "ansteckende Angst", so Studienleiter Dr. Stefan Wilm, Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin an der Universität Witten-Herdecke gegenüber Welt online. Bereits in einer früheren Studie zeigte Wilm, dass Menschen mit Kopfschmerzen eher zu einem Spezialisten überwiesen wurden, wenn sie Angst vor einem Hirntumor äußerten.

Beschwerden offen schildern

Die Studie zeigt, dass Patienten offenbar einen großen Einfluss auf die weitergehende Behandlung haben. Die Forscher raten Patienten, ihre Beschwerden offen zu schildern, auch wenn man sich selbst nicht sicher ist. Es sei außerdem hilfreich, dem Arzt zu sagen, ob man eher ein ängstlicher oder sorgloser Mensch sei.

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Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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