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Zahnpflege: Zähne putzen schützt das Herz

ZÄHNE  

Zähneputzen schützt das Herz

11.09.2008, 09:10 Uhr | afp/ dpa

Richtig putzen schützt auch das Herz. (Foto: Archiv)Richtig putzen schützt auch das Herz. (Foto: Archiv)Kaputte Zähne, schlechte Mundhygiene und blutendes Zahnfleisch können eine direkte Ursache für Herzkrankheiten sein. Selbst Menschen, die jung und gesund erscheinen, erhöhen durch schlechte Zahnpflege das Risiko von Herzproblemen um ein Vielfaches. Dies belegte der Forscher Howard Jenkinson von der Universität Bristol in einer Untersuchung, die von der britischen Gesellschaft für allgemeine Mikrobiologie veröffentlicht wurde. Offene Stellen am Zahnfleisch sind demnach Einfallstore für Bakterien, die auch das Herz erreichen können.

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"Der dreckigste Platz des Körpers"

Bis zu 700 Arten von Bakterien gedeihen im Mund- und Rachenraum. "Der Mund ist wahrscheinlich der dreckigste Platz des menschlichen Körpers", erklärte Jenkinsons Kollege Steve Kerrigan vom irischen Royal College of Surgeons. Über offene Stellen im Mund können die Bakterien ins Blut gelangen, wo sie sich an Bestandteile zur Gerinnung anheften. Dies kann zu einer Gerinnung führen. Die Folge laut Kerrigan: Die Gefahr eines Infarktes steigt.

Antibiotika teilweise wirkungslos

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Bakterien nutzen verschiedene Mechanismen, um von Blutplättchen eingekapselt zu werden. Dadurch würden die Keime sowohl vor Angriffen des Immunsystems als auch vor Antibiotika geschützt. "Es ist egal, wie fit, schlank oder gesund man ist. Schlechte Zähnen erhöhen die Gefahr von Herzerkrankungen", sagte Professor Howard Jenkinson.

Schlechte Zähne - krankes Herz

Kürzlich hatte eine amerikanische Studie zu ähnlichen Ergebnissen geführt. Dabei zeigte sich, dass Menschen mit Parodontitis doppelt so häufig an Herzerkrankungen leiden wie jene ohne Zahnprobleme. Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck und hohen Cholesterinspiegel hatten die Wissenschaftler schon herausgerechnet.

Gute Zähne - langes Leben

Es gibt auch noch andere Krankheiten, die mit den Zähnen zusammenhängen. So zeigten Studien, dass auch das Risiko eines Schlaganfalls infolge einer Zahnbettentzündung höher ist. Außerdem lässt sich bei Diabetikern mit Parodontitis der Blutzucker schwieriger einstellen. Schwangere sollten auch auf ihre Zähne achten: Eine Zahnbettentzündung kann das Risiko einer Frühgeburt erhöhen. Laut dem Zahnarzt Professor Michael Noack von der Uni Köln verlängert eine gute Zahnpflege sogar das Leben: "Es gibt Studien, dass Patienten, die in Altersheimen leben und vernünftig versorgt sind, bis zu fünf Jahre länger leben."

Regelmäßig zum Zahnarzt gehen

Für einen Patienten ist eine Parodontitis nur schwer erkennbar. Warnzeichen sind häufiges Zahnfleischbluten, Schwellungen des Zahnfleisches und Mundgeruch. Im Frühstadium kann oft nur ein Zahnarzt die Entzündung erkennen. Regelmäßige Zahnarztbesuche sind daher eine wichtige Maßnahme, um die Krankheit rechtzeitig zu erkennen.

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Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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