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Forscher warnen: Aspirin birgt Risiken

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Forscher warnen: Aspirin birgt Risiken

20.10.2008, 13:21 Uhr | pir

Studie: Der Wirkstoff in Aspirin schützt das Herz. (Foto: imago)Studie: Der Wirkstoff in Aspirin schützt das Herz. (Foto: imago)Aspirin wird oft Patienten verschrieben, die einen Herzinfarkt hatten. Forscher aus dem englischen Sheffield hatten kürzlich sogar vorgeschlagen, das Mittel täglich einzunehmen, um einem Infarkt vorzubeugen. Jetzt hat eine Studie diese Forscher widerlegt: Das British Medical Journal (BMJ) hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt das Menschen trotz regelmäßiger Einnahme von Aspirin keinen besseren Schutz vor dem Infarkt hatten. Die Ärzte warnen sogar vor schweren Nebenwirkungen: Es drohen Magen- und Darmblutungen und auch die Nieren können Schaden nehmen.

Aspirin Wogegen es wirklich hilft


Acht Jahre lang Patienten untersucht

Für die Studie haben Wissenschaftler des Cardiovascular Research Institute der Dundee University (Schottland) 1276 Diabetiker mit Arterienerkrankungen untersucht. Diabetiker haben ein höheres Risiko für Herzprobleme als der Rest der Bevölkerung und bekommen auch oft Aspirin verschrieben. Eine Gruppe der Patienten erhielt von den Forschern regelmäßig Aspirin, eine andere Gruppe ein Scheinmedikament (Placebo). Acht Jahre wurden die Patienten beobachtet.

Hohe Dosis kann Magen und Nieren schädigen

Vor Beginn der Studie hatte keiner der Probanden einen Herzinfarkt. Anders danach: Von den Patienten in der Aspirin-Gruppe bekamen 116 einen Infarkt, in der Placebo-Gruppe waren es 117. Eine erhöhte Schutzwirkung durch Aspirin ließ sich nicht feststellen. Die Forscher warnen sogar vor den schweren Nebenwirkungen einer regelmäßigen Einnahme des Medikaments: Es könne zu Blutungen im Magen kommen und zu Schäden an der Niere. Die Ärzte raten gesunden Menschen davon ab, täglich Aspirin einzunehmen.

Aspirin nur für Infarktpatienten sinnvoll

"Aspirin kann nur dann vorbeugend helfen, wenn Sie bereits einen Herzanfall oder Schlaganfall hatten", so Studienleiterin Professor Jill Belch im BMJ. Wer von seinem Arzt Aspirin verschrieben bekommen hat, dürfe es nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt absetzen, warnt die Forscherin.

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