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Gesundheitsvorsorge: Diagnosemethoden für schwere Krankheiten verbessert

VORSORGEUNTERSUCHUNG  

Bessere Vorsorge für schwere Krankheiten

08.01.2009, 12:04 Uhr | jlu

Vorsorge-Untersuchung: 2009 gibt es neue Vorsorge-Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs- und Herzerkrankungen. (Foto: Archiv)2009 gibt es neue Vorsorge-Untersuchungen. (Foto: Archiv)Schwere Krankheiten können jeden von heute auf morgen treffen. Damit diese möglichst früh erkannt werden, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für verschiedene Vorsorgeuntersuchungen die Kosten. Dazu gehören Untersuchungen zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes. Denn je früher eine Krankheit diagnostiziert und behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Neue Diagnose-Methoden verbessern sogar noch die Vorsorgemöglichkeiten unter anderem für Herzerkrankungen und Brustkrebs.

Das zahlt die Kasse Vorsorge für Männer
Das zahlt die Kasse Vorsorge für Frauen
Früherkennung Selbstabtasten der Brust zur Krebsvorsorge
Grafik Das sind die typischen Infarktsymptome
Voruntersuchungen für Kinder U-Untersuchungen

Neuer Bluttest diagnostiziert Brustkrebs

Um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen, tasten viele Frauen selbst ihre Brust regelmäßig nach Tumoren ab. Die Kosten für eine Vorsorgeuntersuchung bei einem Frauenarzt übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen ab dem 30. Lebensjahr. Eine wirksame Ergänzung dieser Methoden stellt ein neuer Bluttest dar. Mit dem “BCtect (TM)“ lassen sich im Blut sehr früh und präzise Brustkrebs-Tumore nachweisen. Das neue Verfahren ist vor allem für Frauen in den Wechseljahren und für Frauen mit dichterem Brustgewebe. Der Test wird wahrscheinlich ab Ende 2009 angeboten.

Ein Bio-Chip erkennt Darmkrebs im Frühstadium

Bei der Früherkennung von Darmkrebs können Ärzte einen neu entwickelten Bio-Chip einsetzen, der zwölf wichtige Tumormarker im Blut misst. Im Gegensatz zu den derzeit üblichen Vorsorge-Untersuchungen durch Darmspiegelung und Stuhlproben, ist die Chip-Methode weniger aufwendig. Denn bei dem neuen Screening-Verfahren muss kein Gerät mehr in den Körper eingeführt werden. Ein weiterer Vorteil: Der Krebs wird in einem sehr frühen Stadium erkannt. Bisher wird Darmkrebs trotz aller Vorsorgemaßnahmen bei 70 Prozent der Betroffenen erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt.

Die Wasserverteilung in den Zellen zeigt Gebärmutterkrebs

Um eine Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs möglichst früh zu erkennen, sollten Frauen regelmäßig zur Vorsorge gehen. Die Kosten für die Untersuchung, unter anderem mit dem so genannten Pap-Test, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen ab dem 20. Lebensjahr. Die neue Diagnosemethode misst im Abstrich die unterschiedliche Wasserverteilung in gesunden und erkrankten Zellen. Gebärmutterkrebs ist so bereits in frühen Stadien zu diagnostizieren.

Magnet-Diagnose ersetzt Katheter-Checks

Um Durchblutungsstörungen am Herzen auszuschließen, unterziehen sich jährlich etwa 800.000 Deutsche einer Herzkatheter-Untersuchung. 70 Prozent davon werden durch das neue „Magnetfield Imaging System“ (MFI) 2009 überflüssig. Das neue Verfahren erfasst die Magnetfelder der Herzfunktion, die durch Zellaktivität entstehen. Der Vorteil der Magnet-Diagnose: Sie ist strahlungsfrei und stellt Zellaktivitäten grafisch dar. Außerdem wird der Patient bei der Untersuchung nicht berührt, die Behandlung ist also schmerzfrei.

Was zahlt die Krankenkasse?

Welche Untersuchungen in den Leistungskatalog aller Kassen aufgenommen werden, darüber entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Bisher hat die G-BA die neuen Vorsorge-Untersuchungen noch nicht beurteilt, sie sind also noch keine Vertragsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Bevor man sich für eine neue Vorsorgemethode entscheidet, sollte man sich bei seiner Krankenkasse über die Kostenfrage informieren. Ratsam ist zudem, sich beim Arzt zu erkundigen, ob die gewünschte Vorsorge als individuelle Gesundheits-Leistung (IGeL) angeboten wird.

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