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Frauen wird häufiger der Schlag treffen

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Schlaganfall  

Frauen wird häufiger der Schlag treffen

12.02.2009, 17:20 Uhr | bri

Frauen werden bei Schlaganfall schlechter versorgt, zeigen Studien. (Foto: imago)Frauen werden bei Schlaganfall schlechter versorgt, zeigen Studien. (Foto: imago)Plötzlich sieht man alles doppelt oder eine Gesichtshälfte ist gelähmt. Schlaganfall. Sofort muss ein Arzt her. Denn der Blutfluss ist blockiert, wichtige Bereiche des Gehirns sind unterversorgt. Es drohen dauerhafte Lähmungen, ans Bett gefesselt sein, geistiger und körperlicher Verfall. Studien zeigen, dass Frauen zukünftig von einem Schlaganfall häufiger betroffen sein könnten als Männer. Außerdem führen andere Faktoren bei Frauen zum Hirninfarkt. Das schreiben Forscher in der aktuellen Ausgabe des Fachblattes "Stroke".







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Grafik Das sind die typischen Infarktsymptome

Frauen werden häufiger am Hirnschlag sterben

Der Autor des Fachartikels, der französische Krankheitsforscher Tobias Kurth, rechnet vor: Im Jahre 2050 werden 30 Prozent mehr Frauen an einem Schlaganfall sterben als Männer. Der Grund: Die Menschen leben immer länger. Das Risiko für Schlaganfall wächst mit dem Alter. Da Frauen älter werden als Männer, werden sie statistisch häufiger betroffen sein.

So entsteht ein Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist eine Durchblutungsstörung im Gehirn. Sie entsteht, weil ein Gefäß zum oder im Gehirn verstopft ist. Das führt zu Sauerstoffmangel bei Nervenzellen. Sie können deshalb absterben. Typische Beschwerden sind Lähmungen einer Körperhälfte, Sprachstörungen und auch Bewusstlosigkeit.

Schlaganfall zeigt sich bei Frauen anders

Es gibt zwischen den Geschlechtern unterschiedliche Risiko-Faktoren, die zum Anfall führen. Bei Männer sind es verengte Herzkranzgefäße, hoher Cholesterinspiegel, Diabetes und Rauchen. Bei Frauen ist es eher ein hoher Blutdruck. Außerdem können bei Frauen die Symptome eines Schlaganfalls anders sein. Bei ihnen treten viel häufiger Kopfschmerzen und Übelkeit auf, sowie Brustschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Luftnot.

Probleme bei der Behandlung

Damit einher geht ein Problem: Studien zeigen, das Ärzte bei Frauen diese Warnzeichen nicht immer richtig erkennen. Entsprechend können die Gefahren erst sehr spät erkannt werden. Eine Studie der Uni Michigan in den USA zeigte, dass Frauen bei Schlaganfällen tatsächlich schlechter versorgt werden.

Schlaganfall lässt sich vermeiden

Beide Geschlechter können einen Schlaganfall durch eine gesunde Lebensweise vorbeugen. Fettarmes Essen, viel Bewegung und der Verzicht aufs Rauchen schont die Blutgefäße und mindert so das Risiko für Verstopfungen in den Adern. In seltenen Fällen kann ein Schlaganfall auch durch eine Blutung im Gehirn ausgelöst werden. Diese Form des Schlaganfalls lässt sich nicht durch gesunde Lebensweise vermeiden.

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