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Ärzte behandeln Rückenschmerzen oft falsch

Ärzte behandeln Rückenschmerzen oft falsch

14.07.2009, 13:43 Uhr | bri

Rückenschmerzen: Bewegung hilft besser als Ruhe. (Foto: imago)Rückenschmerzen: Bewegung hilft besser als Ruhe. (Foto: imago)Wer Rückenschmerzen hat, will man sich meist schonen. Doch das ist falsch: Sich bewegen und Sport treiben ist besser, wie neue Erkenntnisse zur Behandlung von Rückenschmerzen. Doch auch Ärzte verordnen meistens Ruhe und das macht alles meist noch schlimmer, wie eine Studie von Forschern der Uni Heidelberg zeigt.


Widerspruch zu Behandlungs-Grundsätzen

Forscher um Dr. Eva-Kristin Renker von der Uni-Klinik Heidelberg haben 630 Patienten mit Rückenschmerzen befragt, einmal vor der Behandlung durch einen Arzt und dann wieder sechs Monate später. Den Patienten wurde in den meisten Fällen Ruhe, sogar Bettruhe, verordnet, außerdem Spritzen oder Kältebehandlungen. Doch das entspricht nicht den Behandlungsleitlinien für Rückenschmerzen. Demnach sollen die Patienten aktiv bleiben.

Rückenschmerzen wurden schlimmer

Wie sich die Behandlung auswirkte, zeigte sich nach sechs Monaten: Einige Patienten hatten vor der Behandlung nur vereinzelt oder erstmalig Schmerzen - nach sechs Monaten hatten zwei Drittel davon chronische Beschwerden. Bei Patienten mit chronischen Schmerzen schlug die Behandlung ähnlich schlecht an: Bei der Hälfte trat keine Besserung ein, 13 Prozent hatten stärkere Schmerzen. Insgesamt profitierte nur ein Drittel aller Probanden von der Therapie.

Lassen sich Ärzte beeinflussen?

Die Forscher glauben, dass viele Ärzte noch veralteten Therapieempfehlungen folgen. Denn Rückenschmerzen mit mehr Bewegung zu behandeln ist noch nicht sehr lange Standard bei der Behandlung. Befragungen zeigten, dass die Patienten meist glaubten, Ruhe helfe ihnen am besten. Die Forscher vermuten, dass sich Ärzte von diesen Patienten beeinflussen lassen. Die Studie erschien im Fachblatt "Der Schmerz".



Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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