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Die richtige Zahnbürste für jeden Typ

Zahnpflege  

Die richtige Zahnbürste für jeden Typ

26.08.2015, 09:24 Uhr | AP, pte, cme

Wer zu fest putzt, schadet den Zähnen. (Foto: imago)Wer zu fest putzt, schadet den Zähnen. (Foto: imago)Wer im Supermarkt oder der Drogerie eine Zahnbürste kaufen will, hat die Qual der Wahl: weich, mittel oder hart, mit kurzem oder langem Kopf und unterschiedlichen Borsten. Was die Putzleistung angeht, schneiden harte Zahnbürsten zwar am besten ab. Diese können allerdings bei falscher Putztechnik das Zahnfleisch schädigen, zeigt eine Studie der Universität Witten-Herdecke. Wir geben Tipps, welche Zahnbürste für wen geeignet ist und wie Sie Ihre Zähne gründlich und schonend putzen.

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Harte Bürsten optimal bei starkem Zahnbelag

In der klinischen Studie bekamen 120 Probanden eine harte, mittelharte oder weiche Zahnbürste zugelost und mussten sich damit acht Wochen lang zwei Mal täglich zwei Minuten ihre Zähne putzen. Die drei Gruppen wurden vorher und nachher auf Zahnbelag und Zahnfleischzustand untersucht. "Die klarste Aussage aus unserer Studie ist, dass es nicht sinnvoll ist, jedem die gleiche Zahnbürste zu empfehlen", sagte Zahnmediziner Stefan Zimmer auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung. Die harten Bürste ist demnach gut für alle, bei denen besonders viel Zahnbeläge vorhanden sind, die aber keine Probleme mit Zahnfleischverletzungen haben.

Wer falsch schrubbt, schadet Zähnen und Zahnfleisch

Harte Bürsten könne grundsätzlich jeder verwenden, der die richtige Putztechnik beherrsche, so Zimmer. Das sei jedoch oftmals nicht der Fall. "Viele schrubben horizontal vor und zurück statt von Rot nach Weiß, außerdem wird meist viel zuviel Kraft angewandt." Daher sollten laut Zimmer diejenigen, die regelmäßig unter Zahnfleischverletzungen leiden und bereits Putzdefekte an den Zähnen haben, eine weiche Bürste verwenden. Wichtig sei aber zu wissen, dass deren Reinigungskraft geringer sei und daher noch sorgfältiger geputzt werden müsse, sagte er. Für alle anderen sei die mittlere Stärke die beste Wahl. Sie rangiert laut Zimmer in Bezug auf Belagentfernung und Zahnfleischschädigung im Mittelfeld.

Pluspunkt für kurzen Bürstenkopf

Auch der Bürstenkopf kann das Putzergebnis beeinflussen. Ein kurzer Bürstenkopf bietet den Vorteil, dass jeder Zahn einzeln bearbeitet werden kann. Er zwingt zudem zu kleineren Bewegungen, wodurch meist ein besseres Putzergebnis erzielt wird. Zahnbürsten mit unterschiedlich langen Borsten ermöglichen auch die Reinigung der Zahnzwischenräume. Speziell angeordnete Borsten bieten vor allem dann einen Vorteil, wenn schwer zugängliche Zähne, wie zum Beispiel Weisheitszähne, bearbeitet werden müssen.

Zahnbürste regelmäßig wechseln

Wichtiger noch als Form und Härte des Bürstenkopfes ist allerdings das regelmäßige Wechseln der Bürste. Zahnärzte empfehlen den Wechsel der Zahnbürste nach spätestens drei Monaten, bei deutlich verbogenen Borsten auch schon früher. Auch nach einer Erkältung sollte man die Zahnbürste wechseln, um erneutes Anstecken zu vermeiden. Abgenutzte Borsten reinigen die Zähne nicht mehr gründlich, da sie nicht mehr alle Stellen gleichmäßig erreichen. Vergessen Sie auch nicht, die Zahnbürste nach jedem Putzen unter fließendem Wasser zu reinigen und stehend trocknen zu lassen. So finden Bakterien und Pilze keinen Nährboden.

Je häufiger, desto besser?

Was viele nicht wissen: Zu häufiges Putzen ist nicht unbedingt förderlich. "Es reicht, wenn man zweimal am Tag die Zähne putzt und abends gründlich den Zahnbelag entfernt inklusive der Anwendung von Zahnseide und Zahnzwischenraumbürstchen", sagt Dr. Sabine Köhler, Vorsitzende des Medizinischen Beratungsdienstes der Zahnärzte (MDZ). Nach den übrigen Mahlzeiten genüge es, die Essensreste zu entfernen und den Mund zum Beispiel auszuspülen. Wichtiger als das häufige Putzen sei die richtige Technik, so Köhler. Horizontales Schrubben, also von rechts nach links, reibt den Zahnschmelz ab und legt das empfindliche Zahnbein frei.

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