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Tinnitus: Klangtherapie hilft gegen Volkskrankheit

Tinnitus  

Klänge helfen bei Tinnitus

08.09.2009, 16:07 Uhr | vdb

Tinnitus: Eine Klangtherapie macht durchaus Sinn.  (Foto: imago)Tinnitus: laut einer Studie hilft die Klangtherapie. (Foto: imago)Wer mit Geräuschen im Ohr zu kämpfen hat, weiß wie belastend Tinnitus sein kann. Aber es gibt Chancen auf Linderung, wie eine gerade veröffentlichte Studie vom Deutschen Zentrum für Musiktherapie belegt. Die Klangtherapie nach dem Heidelberger Modell minderte nachgewiesen bei 80 Prozent der 193 Probanden die Tinnitus-Töne im Ohr. In einer neuen Untersuchung wurde jetzt auch das Rauschen mit Klängen behandelt- mit überzeugendem Ergebnis.


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Selbst erzeugte Töne

Das "Heidelberger Modell zur musiktherapeutischen Behandlung von chronisch-tonalem Tinnitus ist nicht besonders aufwändig. Die Behandlungsdauer beträgt nur wenige Tage und der Behandlungserfolg, so das Ergebnis der Studie, bleibe über einen Zeitraum von sechs Monaten stabil. Zu Beginn der Therapie wird mittels eines Synthesizers ein tinnitus-ähnlicher Klang erstellt, der dem Tinnitus des Patienten entspricht. Dieser Ton wird musiktherapeutisch eingesetzt, indem Betroffene ihn hören, aber auch selber per Gesang und instrumental Klänge produzieren.

Geräusch soll nicht mehr stören

So werden die Patienten in die Lage versetzt, ihren Tinnitus kontrollieren und regulieren zu können. "Das ist schon eine sinnvolle Sache", so Elke Knör von der Deutschen Tinnitus-Liga. Bei der Therapie trete der Tinnitus in den Hintergrund. "Man nimmt ihn weniger wahr. Es kann sein, dass einen das Geräusch gar nicht mehr so stört, weil man ihn mit einem anderen Geräusch verbindet." Die musiktherapeutische Behandlung gibt es bislang nur in Heidelberg. Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen.

Macht hoher Blutdruck Tinnitus?

Die Studie zeigte auch, dass es einen Zusammenhang zwischen Tinnitus und Blutkreislauf gibt. 43 Prozent der untersuchten Patienten hatten erhöhte Blutdruckwerte, was in direktem Zusammenhang zum Ohrgeräusch stehen kann, aber noch weitergehend untersucht werden müsste.

Volkskrankheit

Chronischer Tinnitus ist eine sehr häufige Erkrankung, von der 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung dauerhaft betroffen sind. Unterscheiden lassen sich die Symptome in "tonalen Tinnitus", bei dem ein Pfeifen oder Klingeln im Ohr zu hören ist. Eine andere Form des Ohrgeräusches ist ein Rauschen, Brummen, Surren oder Knacken. Beide Formen lassen sich mit der Klangtherapie behandeln. Verschwinden wird das Geräusch im Ohr allerdings nie, es kann nur leiser werden oder durch die Therapie als weniger belastend empfunden werden.

Hilfe für Betroffene: www.tinnitus-liga.de

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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