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Zöliakie macht die Knochen brüchig

Osteoporose durch Zöliakie  

Zöliakie macht die Knochen brüchig

08.10.2009, 16:01 Uhr | pte, cme

Bei Zöliakie droht auch Osteoporose. (Foto: imago)Bei Zöliakie werden häufig die Knochen brüchig. (Foto: imago)Immer mehr Menschen erkranken an Zöliakie - einer Darmkrankheit, bei der die meisten Getreidesorten nicht mehr vertragen werden. Nun zeigt eine schottische Studie, dass bei dieser Krankheit das eigene Immunsystem die Knochen angreift. Osteoporose ist bei Zöliakie ein bekanntes Risiko und wurde bisher damit erklärt, dass nicht ausreichend Kalzium oder Vitamin D aufgenommen werden. Wissenschaftler der University of Edinburgh gehen jedoch davon aus, dass die Betroffenen Antikörper produzieren, die ein für die Knochen wichtiges Protein angreifen.

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Behandlung mit Kalzium und Vitaminen nutzlos

Damit ist auch erklärt, warum Menschen mit Erkrankungen des Verdauungstraktes nicht auf eine Behandlung mit Kalzium und Vitamin D reagieren. Zöliakie wird durch die Reaktion auf Gluten, ein in Weizen und Roggen enthaltenes Protein hervorgerufen. In der Folge werden die Dünndarmzotten geschädigt, die bei der Verdauung eine entscheidende Rolle spielen. Bei einer Beeinträchtigung und Entzündung können die Zotten Nahrungsmittel nicht mehr richtig aufnehmen. Durchfall und Unterernährung entstehen. Betroffen ist einer von 100 Menschen. Ein erheblicher Teil von ihnen kann an Osteoporose erkranken.

Neuer Ansatz in der Behandlung

Entscheidend ist laut den Wissenschaftlern das Protein Osteoprotegerin. Bei 20 Prozent der getesteten Zöliakie-Patienten wurden Antikörper gebildet, die die Funktion dieses Proteins stoppten. Studienleiter Stuart Ralston betonte laut BBC, dass Antikörper-Tests den Betroffenen wirkliche Vorteile bringen könnten. Damit könnte das Osteoporose-Risiko erkannt und ein passender Behandlungsansatz gefunden werden. Den Forschern zufolge könnte die Krankheit mit Medikamenten behandelt werden, die den Verlust an Knochenmasse verhindern.

Übelkeit und Bauchschmerzen durch Brot

Weizen, Gerste, Roggen oder Dinkel: Viele Getreidearten enthalten das Klebereiweiß Gluten. Bei einer Glutenunverträglichkeit (=Zöliakie) löst das Protein eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut aus. Dadurch nimmt der Organismus weniger Nährstoffe auf. Nach Angaben der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG) schädigt bereits ein Viertel Gramm Weizen den Dünndarm und kann zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall und Brechreiz führen. Je nach Schweregrad kann die Erkrankung aber auch andere Organe wie Augen, Herz, Leber oder Nervensystem schädigen. Schätzungen zufolge vertragen derzeit rund 400.000 Bundesbürger das Eiweiß nicht.



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