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Heiserkeit: Kamillentee trocknet Schleimhäute aus

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Heiserkeit  

Bei Heiserkeit besser auf Kamillentee verzichten

19.10.2009, 12:13 Uhr | ag/mit Material von AP

Bei Heiserkeit besser keinen Kamillentee trinken. (Foto: imago)Bei Heiserkeit besser keinen Kamillentee trinken. (Foto: imago)Warme Getränke lindern die Beschwerden bei Heiserkeit - allerdings gilt das nicht für Kamille- und Pfefferminztee. Denn die ätherischen Öle in diesen Getränken trocknen die Schleimhäute nur zusätzlich aus. Darauf weist die Mannheimer Logopädin Anne Bachmann in der "Neuen Apotheken Illustrierten" hin. Das Lutschen von Kräuterbonbons und Pastillen rege dagegen die Schleimproduktion an und halte den Rachen feucht. Auch das Lutschen von Salzpastillen und der Einsatz einer Nasendusche wirkten sich positiv auf die Stimme aus.




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Finger weg von Koffein und scharfen Hustenbonbons

Um zu verhindern, dass der Hals rau wird und die Stimme versagt, sollte man viel trinken. Zweieinhalb Liter Leitungswasser am Tag sind ideal. Getränke wie Kaffee, Schwarztee oder Grüntee sind dagegen weniger geeignet. Das darin enthaltene Koffein beeinträchtigt Muskeltonus und Schleimhäute. Auch scharfe Hustenbonbons schaden der angeschlagenen Stimme. Der Grund: In vielen Präparaten sind die "Scharfmacher" Capsaicin und Menthol enthalten. Das scharfe ätherische Öl hilft zwar durchzuatmen, ist aber für die empfindlichen Stimmorgane genau das Verkehrte, wenn sie bereits angegriffen sind.

Gurgeln, bis die Stimme wiederkommt

Die ätherischen Öle in Salbeitee haben sich gegen Entzündungen im Hals- und Rachenbereich dagegen bewährt und helfen auch bei Heiserkeit. Kochen Sie zwei Teelöffel Salbeiblätter in einem halben Liter Wasser auf und lassen Sie das Ganze 15 Minuten zugedeckt ziehen. Dann gurgeln Sie mit der noch warmen Flüssigkeit circa fünf bis zehn Minuten. Den Tee spucken Sie hinterher wieder aus.

Bei Heiserkeit am besten nicht mal flüstern

Wer trotz aller Vorsicht seine Stimme verloren hat, sollte idealerweise überhaupt nicht sprechen und die Stimme komplett für zwei bis drei Tage schonen. Wer das nicht machen kann, sollte vor allem nicht flüstern: Denn dann strengt seinen Stimmapparat noch viel mehr an. Auch Räuspern schadet der Stimme. Also: Selbst wenn nicht viel herauskommt, dann am besten ganz normal sprechen, so gut es geht. Bessert sich die Heiserkeit nach zwei bis drei Wochen nicht, sollte unbedingt ein HNO-Arzt aufgesucht werden.


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