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Knieschmerzen: Bewegung ist besser als Schonung

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Knieschmerzen  

Schmerzende Knie bewegen statt schonen

21.10.2009, 14:34 Uhr | tze

Bei Knieschmerzen ist gezieltes Bewegungstraining besser als schonen. (Foto: imago)Bei Schmerzen im Knie ist gezieltes Bewegungstraining besser als schonen. (Foto: imago)Die typische Reaktion bei plötzlich auftretenden Knieschmerzen ist "schonen und abwarten". Das ist auch die gängige Therapieempfehlung von Ärzten - insbesondere wenn sportlich aktive, jüngere Menschen plötzlich Schmerzen im Bereich der Kniescheibe verspüren. Aber diese Schontherapie ist nun umstritten. Eine aktuelle Studie der Erasmus-Universität Rotterdam kommt zu dem Ergebnis, dass bewegen besser ist als schonen.

Schmerzen an der Kniescheibe

Beschwerden rund um die Kniescheibe, die bei starker Beugung oder Steckung des Beins schlimmer werden, bezeichnet man als Patellofemorales Schmerzsyndrom. Es ist keine Alterserscheinung, sondern betrifft oft junge Menschen, die viel Sport treiben. Statistiken aus den Niederlanden belegen, dass diese Kniescheiben bis zu einem Viertel aller Läuferverletzungen ausmachen. Bei Frauen treten sie noch häufiger auf als bei Männern. Da es bislang keine wissenschaftlich untermauerte "Idealtherapie" gebe, verordneten Ärzte in der Regel Schonung, heißt es in der Studie.

trax.de: So kriegen Sie Knieschmerzen bei Belastung in den Griff

Gezieltes Training hilft besser als Schonung

Der Sportmediziner Robbart van Linschoten und sein Team testeten nun Schontherapie kontra Bewegungstherapie. Sie kommen zu dem Schluss: "Gezieltes Bewegungstraining unter Anleitung vermindert Schmerzen sowohl kurz- als auch langfristig besser als die herkömmliche Methode."

Zwei Patientengruppen im Vergleich

Für die Studie wurden 130 Patienten zwischen 14 und 40 Jahren ausgewählt, die mit Patellofemoralem Schmerzsyndrom bei Allgemeinmedizinern und Sportärzten in Behandlung waren. Eine Hälfte wurde konservativ behandelt und sollte die Belastung des schmerzenden Gelenks vermeiden. Die andere Hälfte bekam ein sechswöchiges Trainingsprogramm verordnet. Beide Gruppen durften zusätzlich leichte Schmerzmittel, Salben, Bandagen, Einlagen oder Kühlgels verwenden. Davon machten die traditionell therapierten Patienten häufiger Gebrauch als die Trainingsgruppe.

Muskeltraining gegen die Gelenkschmerzen

Unter Anleitung eines Physiotherapeuten absolvierte diese täglich 25 Minuten lang Aufwärm- und Gleichgewichtsübungen, Ergometer-Training und Übungen zur Stärkung von Oberschenkel-, Waden- und Gesäßmuskulatur. Das Trainingspensum wurde - abhängig vom Schmerzempfinden - allmählich gesteigert. Anschließend mussten die Probanden das Bewegungsprogramm drei Monate lang selbständig zu Hause fortsetzen und ein Trainingstagebuch führen.

Weniger Schmerzen nach Bewegungstherapie

Das Ergebnis nach drei Monaten: Den Patienten in der Trainingsgruppe ging es besser als jenen, die sich geschont hatten. Sie hatten sowohl im Ruhezustand als auch in Bewegung weniger Schmerzen. Auch die Beweglichkeit des Gelenks hatte sich verbessert. Einzelne bezeichneten sich sogar als kuriert. Allerdings: Wirklich von den Schmerzen befreit fühlten sich in der Trainingsgruppe kaum mehr Teilnehmer als in der Vergleichsgruppe. Jedoch gaben deutlich mehr von ihnen an, eine Verbesserung zu spüren.

Keine Unterschiede im Kniegelenk

Bei einem Kontrolltermin nach zwölf Monaten hatte die Trainingsgruppe immer noch weniger Schmerzen an der Kniescheibe als die passiven Patienten. Jedoch gab es zwischen beiden Gruppen keine Unterschiede bei der Funktion und Beweglichkeit des Kniegelenks. Dennoch raten die Forscher, beim Patellofemoralen Schmerzsyndrom Bewegung statt Schonung zu verordnen.

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